Bis zum Final ist der Moderator heiser

Nicht nur die Spieler hatten Freude.
Nicht nur die Spieler hatten Freude. © EPA/SEBASTIEN NOGIER
Gudmundur Benediktsson, der Moderator im isländischen Fernsehen, ist schon mindestens so legendär wie die Mannschaft selbst. Natürlich jubelte er auch nach dem Sieg gegen England ausgelassen – obwohl er seinen Job verloren hat.

Wenn Gudmundur Benediktsson mit der isländischen Nationalmannschaft jubelt, können all diese südamerikanischen “Gooooaaaal”-Schreier einpacken. Schon bei den Toren gegen Portugal und Österreich rastete er völlig aus. Nachdem Island die Sensation gegen England geschafft hat, war seine Freude natürlich umso grösser:

Übrigens hätte Benediktsson gar nicht so viel Grund zum Feiern: Er arbeitet nur nebenberuflich fürs Fernsehen. Seinen Hauptjob als Assistenztrainer beim isländischen Erstligisten KR Reykjavik ist er seit Montag los – die Mannschaft hat fünf ihrer letzten sechs Spiele verloren. Der Abgang geschah laut Guardian freiwillig.

Fürs Fernsehen arbeitet Benediktsson weiterhin. Am Sonntag geht es für Island gegen Gastgeber Frankreich. Sollte dort die nächste Sensation gelingen, wird Benediktsson ganz sicher wieder laut werden. Wir freuen uns schon.

(red.)


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