7 spezielle Wanderungen im FM1-Land

Wanderungen die nicht jeder macht, auf dem Bild der Toggenburger Höhenweg.
Wanderungen die nicht jeder macht, auf dem Bild der Toggenburger Höhenweg. © zVg
Es ist heiss in dieser Woche. Erträglicher macht die Hitze die Höhe und in Sachen Wanderungen, hat die Schweiz sehr viel zu bieten. Wir haben für euch Wanderungen herausgesucht, die nicht jeder macht und verteilt sind im ganzen FM1-Land.

1. St.Gallen – Rheineck: Kulinarische Wanderung

Wer wandert, will dafür auch belohnt werden. Wartet am Ziel der Wanderung keine Bergbeiz oder kein kalter See zum Abkühlen, kann man fast schon von einer verlorenen Wanderung sprechen oder die Aussicht muss einfach atemberaubend sein. Bei der Wanderung von St.Gallen nach Rheineck wird man mit beidem belohnt: Einer schönen Aussicht und viel gutem Essen.

Wegbeschrieb: Gestartet wird bei der Martinsbrücke in St.Gallen, der Weg führt über blühende Wiesen und Wälder bis zur Eggersrieter Höhe. In Grub im Restaurant Bären gibt es dann die Vorspeise, einen Appenzeller Salatteller oder Gruber Makkaroni. Kurz vor dem Aussichtspunkt Fünfländerblick erreicht man die Wirtschaft Rossbüchel. Dort wird die Hauptspeise, Zander Knusperli oder Gruber Vegi Spätzli, serviert. Die nächste Etappe führt über den Fünfländerblick in den Bregenzer Wald und in den Alpstein. Der Abstieg führt über das Restaurant Steiniger Tisch, wo der Dessert, ein Fruchtfladen oder Hot Berry, genossen werden kann zum Bahnhof Rheineck. Weitere Infos gibt es hier.

Dauer: ca. 5 Stunden und 30 Minuten
Kilometer: 17,9 km
Schwierigkeit: Mittel

Bei der kulinarischen Wanderung wird man in drei verschiedenen Restaurants verwöhnt. (Bild: zVg)

Bei der kulinarischen Wanderung wird man in drei verschiedenen Restaurants verwöhnt. (Bild: zVg)

2. Toggenburg: Die Churfirsten-Tour

«Raus aus der Komfortzone – Rein ins Abenteuer» – damit wirbt Toggenburg Tourismus für diese zweitätige Tour. Die Route ist nichts für Sonntagsspaziergänger -sie verlangt alles ab und am besten bereitet man sich im Vorherein auf diese Wanderung vor. Sie führt über alle sieben Churfirsten im Toggenburg. 18 Stunden dauert die Wanderung und dabei werden 3900 Höhenmeter zurück gelegt.

Wegbeschrieb: Am Anfang sei gesagt: Diese Tour sollte mit einem Bergführer, der sich auskennt, gemacht werden. Toggenburg Tourismus bietet ein Paket mit Übernachtung an. Die Wanderung startet in Wildhaus. Den ersten Berg, den es zur erklimmen gilt, ist der Chäserrug. Langsam kämpft man sich von Berg zu Berg: Hinterrugg, Schibestoll und Zuestoll. Übernachtet wird im Berghotel Sellamat – dort gibt es ein Zvieriplättli, einen wohlverdienten Durstlöscher und später ein 4-Gang-Menu. Am nächsten Tag stehen die drei letzten Gipfel auf dem Programm: Brisi, Frümsel und Selun inklusive Fleischplättli nach dem letzten der sieben Churfirsten.

Dauer: 18 Stunden
Kilometer: 30 km
Schwierigkeit: Schwer

Die Wanderung über alle sieben Churfirsten dauert rund 18 Stunden. (Bild: zVg)

Die Wanderung über alle sieben Churfirsten dauert rund 18 Stunden. (Bild: zVg)

Light-Version: Wem alle sieben Churfirsten auf einmal zu viele sind, der kann auch nur einen machen. Eine sehr schöne Alternative ist es, mit der Selun-Bahn von Alt St. Johann zur Alp Vorderer Selun zu fahren. Von dort aus führt ein steiler Wanderweg knapp zwei Stunden bis zum Gipfel des Seluns. Belohnt wird man mit einer wunderbaren Aussicht auf den Walensee.

Light-Light-Version: Eine schöne Sicht auf die sieben Churfirsten bekommt man auf dem Gamplüt. Auf diesen Berg in Wildhaus führt ebenfalls eine Bahn. Anschliessend können auf dem Gipfel verschiedene Rundwanderwege gemacht werden. Ins Tal laufen, muss man übrigens nicht. Es kann ganz einfach ein Trottinett gemietet werden.

Die Hard-Version wäre eine 6-tägige Wanderung auf dem Toggenburger Höhenweg.

3. Liechtenstein: Forscherweg Malbun

Ein Wanderplausch für die ganze Familie ist der Forscherweg in Malbun. Im Tourismusbüro in Malbun bekommen die jungen Forscher gegen ein Depot einen Rucksack, in dem sich Lupe, Massstab, LED-Beleuchtung, ein Bausatz für ein Wasserrad und ein Journal mit Fragen, Zeichnungen und Aufgaben zu den einzelnen Stationen befinden. Zehn Stationen hat es auf dem Weg, bei denen die Kinder Interessantes über Sonne, Wolke, Luft und Wind lernen.

Wegbeschrieb: Der Weg startet beim Schlucher-Treff am Ortseingang von Malbun. Dort stehen die Wetterstation und eine Sonnenuhr. Anschliessend geht es gut zwei Stunden über die Friedenskapelle nach Sass und schliesslich zurück nach Malbun. Das Journal für die kleinen Forscher gibt es auch online, dort findet man auch eine Wanderkarte.

Dauer: 2 Stunden
Kilometer: 200 Höhenmeter
Schwierigkeit: Einfach (kann auch mit einem geländefähigen Kinderwagen gemacht werden)

Kinder können auf dem Forscherweg in Malbun an verschiedenen Stationen neues entdecken. (Bild: zVg)

Kinder können auf dem Forscherweg in Malbun an verschiedenen Stationen neues entdecken. (Bild: zVg)

Für fortgeschrittene Wanderer: Kinder oder Erwachsene die lieber länger zu Fuss unterwegs sind, können auf den Rappenstein wandern. Der Gratweg führt vom Steger Tunnel nach Sücka, Chrüppel, Rappenstein, Sattel, Rappenstein, Alp Gapfahl und Valünatal zurück nach Steg. Die Wanderung dauert ungefähr fünf Stunden und es werden dabei 14 Kilometer zurück gelegt. Weitere Infos gibt es hier.

4. Heidiland: Rundtour Palfried – Sennis

Die 5-Seen-Wanderung am Pizol kennt mittlerweile beinahe jede Influencerin und jeder Influencer – sie wurde schon zum Instagram-Hype. Es gibt im Heidiland aber Alternativen zur beliebten Wanderung, die fernab von Touristen und Smartphones sind. Eine dieser weniger bekannten Wanderungen ist die Rundtour Palfries – Sennis.

Wegbeschrieb: Den ersten Teil der Wanderung kann mit der Ragnatscherbahn gemacht werden. Diese führt über einen Wasserfall zur Hochebene Palfries auf 1’250 Meter über Meer. Anschliessend wandert man Richtung «Alvier» und schliesslich auf die Alp Malun. Das Ziel ist das Berggasthaus Sennis-Alp. Den genauen Wegbeschrieb gibt es hier.

Dauer: 5 Stunden 15 Minuten
Kilometer: 15,7 km
Schwierigkeit: Mittel

Die Ragnatscherbahn bringt die Wanderer auf die Hochebene Palfries. (Bild: zVg)

Die Ragnatscherbahn bringt die Wanderer auf die Hochebene Palfries. (Bild: zVg)

5. Appenzellerland: Zum Grand Canyon der Schweiz

Den Seealpsee, Aescher oder Fählensee kennen mittlerweile sogar die Asiaten. Im Alpstein wimmelt es von Touristengruppen mit grossen Fotokameras. Es gibt aber auch Wanderungen, die kennt kaum jemand und dort kann man tatsächlich noch alleine unterwegs sein. Eine gute Wanderung für heisse Tage ist die Wanderung in die Ofenlochschlucht – sie wird von einigen Wanderern auch als Grand Canyon der Schweiz bezeichnet. Der Weg führt entlang eines Weges in eine Schlucht beim Necker.

Wegbeschrieb: Die Wanderung startet auf der Passhöhe Schwägalp, am Fuss des Säntis. Gegenüber des Gasthaus’ führt ein Wanderweg durch das Moorgebiet zum Chräzerenpass, der einst einen wichtigen Übergang zwischen dem Toggenburg und dem Appenzellerland bildete. Weiter geht es auf die Alp Horn, wo man perfekt den Säntis und die Silberplatte überblicken kann. Es folgt ein rauer Abstieg, zum Teil gesichert mit Seilen, entlang von Felswänden im Quellgebiet des Neckers. Am Ziel der Wanderung, in Seebensäge, wartet das erste Restaurant und ein Postauto, das einem zurück zur Schwägalp bringt. Den Streckenbeschrieb gibt es hier.

Dauer: 3 Stunden 5 Minuten
Kilometer: 8,6 km
Schwierigkeit: Mittel

Die Ofenlochschlucht beim Necker. (Bild: zVg)

Die Ofenlochschlucht beim Necker. (Bild: zVg)

Weitere Wanderung für heisse Tage: Diese Wanderung führt über Brücken entlang der Urnäsch. Eine Vielzahl von Sprüchen ziert die Brücken. Die Route führt vorbei an Bauernhäusern an eher unbekannten Orten der Region, fernab vom Massentourismus. Diese Wanderung dauert knapp vier Stunden. Weitere Infos gibt es hier.

Die Brückenwanderung bei der Urnäsch. (Bild: zVg)

Die Brückenwanderung bei der Urnäsch. (Bild: zVg)

6. Graubünden: Panoramatour oberhalb von Vals

Den Caumasee kennen mittlerweile viele, eine weniger bekannte Wanderroute ist der Panoramaweg oberhalb von Vals. Vals preist die Wanderung als «beliebteste Wanderung im Valsertal» an. Ohne grosse Kraftanstrengung gelangt man von Gadastatt nach Zerfreila. Von Vals nach Gadastatt kann man mit der Bahn fahren und das gratis: Im Sommer kosten die Bergbahnen in Vals nichts.

Wegbeschrieb: In Gadastatt, oberhalb von Vals, beginnt die Wanderung. Sie führt durch eine Moorlandschaft und über Alpweiden nach Frunt. In Frunt findet man eine Kapelle auf einer Felswand und man kann den Zerfreila-Stausee überblicken. Über dem See ist das über 2800 Meter hohe Zerfreila zu erkennen, das Bündner Matterhorn. Zurück ins Tal muss man nicht zu Fuss, sondern kann entweder ein Postauto oder ein Trottinett besteigen. Hier geht es zum genauen Streckenbeschrieb.

Dauer: 2 Stunden 30 Minuten
Kilometer: 5,4
Schwierigkeit: Leicht

Aussicht auf den Stausee auf dem Panoramaweg oberhalb von Vals. (Bild: zVg)

Aussicht auf den Stausee auf dem Panoramaweg oberhalb von Vals. (Bild: zVg)

Spielend die Natur erkunden: Das kann man neu in Davos. Dort gibt es zwei Foxtrails, die einzeln aber auch kombiniert unternommen werden können. Ziel ist es, Codes zu knacken, Geschicklichkeit zu beweisen und versteckte Botschaften zu finden. Mehr Infos gibt es hier.

7. Thurgau: Thurgauer Rundwanderweg

Wer gedacht hat, dass im Thurgau keine Wanderung möglich ist, der hat sich geirrt, denn der Thurgau hat mehr zu bieten als Äpfel und Erdbeeren. Und bei dieser Wanderung bleibt auch der Bodensee mal vorne weg.

Wegbeschrieb: Der Rundwanderweg führt von Nussbaumen aus ins Seebachtal hinunter an den Nussbaumersee und entlang dem Nordufer nach Uerscherhausen. Am Waldrand entlang und durch den Wald geht es weiter nach Trüttlikon. Dort gelangt man über die Rebberge auf dem Höhenwanderweg nach Iselisberg und weiter zur Kartause Ittingen.

Dauer: 2 Stunden 45 Minuten
Kilometer: 11
Schwierigkeit: Leicht

Die Wanderung führt am Nussbaumersee vorbei.

Tagblatt / Nana do Carmo

(abl)


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