Schweiz

Das Wetter war uns in der Coronakrise milde gestimmt

30. Mai 2020, 13:47 Uhr
Diesen Frühling boten oft nur Bäume Schutz vor der Sonne.
© Keystone
In der Coronakrise lief vieles nicht so, wie wir wollten. Hold war uns zumindest das Wetter. Der Frühling ist dieses Jahr der drittwärmste seit 1864. Vielerorts war es so sonnig wie nie, aber auch sehr trocken.

(rwa) Schweizweit lag die Temperatur in diesem Frühling bei 6,2 Grad, wie MeteoSchweiz in einer Mitteilung schreibt. Die 6-Grad-Grenze wurde erst fünf Mal geknackt – in allen Fällen geschah das nach dem Jahr 2000. Vor der starken Erwärmung ab Ende der 1980er-Jahre habe ein Frühling mit landesweit 5 Grad als extrem warm gegolten, erklärte MeteoSchweiz. Das Extreme werde nun zum Durchschnitt. Für die Meteorologen sind solch markanten Verschiebungen die eindrücklichsten Signale der Klimaänderung in der Schweiz.

Einher ging das auch mit einer extremen Sonnenperiode in den ersten Monaten des Jahres. In Basel werden bis Ende Mai 950 Sonnenstunden erwartet. Das ist fast 100 Sonnenstunden über dem bisherigen Rekord von 2011. Auch in Zürich und Bern ist mit neuen Höchstwerten zu rechnen. In der Hauptstadt stammt der bisherige Rekord aus dem Jahr 1893.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 30. Mai 2020 13:31
aktualisiert: 30. Mai 2020 13:47