Nach Ermahnungen

Kein Schutzkonzept: Ausserrhoder Amt schliesst Arztpraxis

12. Januar 2021, 10:57 Uhr
Der betroffene Arzt muss nun ein Schutzkonzept erarbeiten. (Symbolbild)
© Keystone
Ausgerechnet eine Arztpraxis hielt sich nicht an die Corona-Massnahmen. Deshalb wurde sie vorübergehend vom Ausserrhoder Arbeitsinspektorat geschlossen.

Das Ausserrhoder Arbeitsinspektorat hat vergangenen Freitag bei einer Nachkontrolle die Schliessung einer Arztpraxis verfügt. Diese hatte – trotz Ermahnungen vor Weihnachten – kein Schutzkonzept erarbeitet.

«Hygiene- und Abstandsregeln wurden nicht eingehalten», heisst es. Der betroffene Arzt muss nun ein Schutzkonzept erstellen und die Mängel in seiner Praxis beheben. Nach einer weiteren Prüfung durch das Arbeitsinspektorat darf die Praxis wieder geöffnet werden. Im Falle einer Nichteinhaltung der Verfügung muss der Arzt mit einer Anzeige rechnen.

Nicht der erste Fall im Gesundheitswesen

Sein Amt sei derzeit mit mehreren Arbeitsinspektoren unterwegs, sagt Daniel Lehmann, Leiter des Ausserrhoder Amts für Wirtschaft und Arbeit, auf Anfrage von FM1. «Wir machen Kontrollen in unterschiedlichen Bereichen, unter anderem in der Gesundheitsbranche.» Kontrolliert werde nach dem intern festgelegten Fahrplan – und aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung.

Zu Schliessungen von Betrieben komme es immer wieder. «Auch im Gesundheitsbereich ist das schon passiert», sagt Lehmann. Mehrere hundert Betriebe wurden bislang in Appenzell Ausserrhoden kontrolliert. Wie viele von ihnen kein Schutzkonzept hatten beziehungsweise gegen ein bestehendes Konzept verstiessen, gibt Lehmann nicht bekannt.

Schutzkonzept muss vorhanden sein

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit erinnert an die Wichtigkeit von Schutzkonzepten im Kampf gegen das Coronavirus. «Die Schutzkonzepte sind nicht bewilligungspflichtig, müssen aber im Falle einer Kontrolle durch das kantonale Arbeitsinspektorat vorgewiesen werden können.»

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 12. Januar 2021 09:51
aktualisiert: 12. Januar 2021 10:57