Den Alpstein auf dem Handy

Digitale Angebote vereinfachen das Wandern. (Symbolbild)
Digitale Angebote vereinfachen das Wandern. (Symbolbild) © Keystone
Spätestens mit den beiden verlängerten Wochenenden hat für die meisten die Wandersaison begonnen. Neue digitale Angebote sollen «Wanderfüdli» durch den Alpstein begleiten.

Die bequemsten Wandersocken anziehen, Regenschutz und Sonnencreme in den Rucksack packen und am besten bereits die Wanderroute kennen: Wer in die Berge geht, muss sich vorher gut vorbereiten. Ein Stück Arbeit will nun der Hohe Kasten seinen Gästen abnehmen. Er hat eine App lanciert, mit der unter anderem Seilbahntickets gelöst werden können. Weiter sind darin alle Wanderwege des Alpsteins inklusive Berggasthäuser, Seilbahnen und Feuerstellen zu finden.

App auch offline nutzbar

Ein interaktives 360-Grad-Panorama macht es zudem möglich, die Aussicht vom Gipfel des Hohen Kasten aus zu geniessen, auch wenn in echt nur eine dicke Nebelschicht zu sehen ist. Einmal heruntergeladen, ist die Applikation auch offline nutzbar. Man sieht auf der Wanderkarte, wo man sich gerade befindet, und kann so weiterplanen.

«Wir haben das Gefühl, dass die App den Kunden einen Mehrwert bietet und aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen lohnt sie sich auch», sagt Fabienne Roos, Marketingleiterin des Hohen Kastens. Die App wurde bis Donnerstag 1140 Mal heruntergeladen. «Die Kunden finden vor allem die Offline-Funktion gut.»

«Gutes Schuhwerk ist Pflicht»

Wer in den nächsten Tagen im Alpstein wandern geht, sollte sich vorher gut informieren. «Es sind noch nicht alle Wanderwege offen und frei begehbar. Ab 1700 Metern muss man teilweise mit Schneefeldern rechnen, dort besteht Rutschgefahr», sagt Sepp Manser, Präsident des Vereins Appenzellerland Tourismus Appenzell Innerrhoden. «Gutes Schuhwerk ist Pflicht.» Wer ohne App unterwegs ist, sollte sich bei den Berggasthäusern nach dem Weg erkundigen.

Appenzell wird digital

Auch Appenzellerland Tourismus Appenzell Innerrhoden hat digital nachgerüstet. Auf dessen Website lassen sich nun die Wegweiser im Halbkanton digital nachschauen. Insbesondere die Abfrage der Wanderzeiten wird damit vereinfacht. Auch mit dem Handy ist der Zugriff einfach möglich, allerdings nur bei einer stabilen Internetverbindung – eine Voraussetzung, die im Alpstein nicht immer erfüllt wird. Mit der digitalen Wanderkarte soll vor allem Ortsunkundigen der Einstieg ins Wandern erleichtert werden. Ein Wanderschuh-Schritt in die richtige Richtung.

(sk/thc)


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