Erstmals: Hasenpest im Liechtenstein

Der tote Feldhase starb an der Hasenpest. Es ist der erste nachgewiesene Fall im Fürstentum Liechtenstein.
Der tote Feldhase starb an der Hasenpest. Es ist der erste nachgewiesene Fall im Fürstentum Liechtenstein. © (Symbolbild: iStock/UrosPoteko)
Im Ruggeller Riet wurde ein toter Feldhase aufgefunden. Die Untersuchung zeigt: Das Tier starb an der Hasenpest. Es ist der erste nachgewiesene Fall im Fürstentum Liechtenstein. Auch Menschen könnten sich anstecken.

Ein im Ruggeller Riet tot aufgefundener Feldhase ist an der Hasenpest verendet, teilt das liechtensteinische Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen mit. Bei der Untersuchung im Nationalen Referenzlabor für Tularämie wurde der Erreger in der Lunge, in der Milz und in der Leber nachgewiesen.

Erster Fall im Fürstentum

Wie das Fürstentum schreibt, handelt es sich dabei um den ersten nachgewiesenen Fall der Hasenpest in Liechtenstein. An der Tularämie, auch Hasenpest oder Nagerpest genannt, erkranken vorwiegend Hasen und andere Tiere, aber auch Menschen. Diese können sich durch direkten oder indirekten Kontakt mit infizierten Tieren anstecken. Eine Infektion ist zudem über verseuchte Zecken möglich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch kommt nicht vor.

Menschen könnten Geschwüre bekommen

Um sich zu schützen, sollten offensichtlich kranke und tote Tiere nicht mit blossen Händen angefasst werden. Zudem wird geraten, Staub in unmittelbarer Nähe eines Kadavers nicht einzuatmen. Infiziert sich ein Mensch, äussert sich die Hasenpest als grippeartige Erkrankung mit Fieber und Gliederschmerzen. An der Stelle der Infektion kann sich eine Veränderung bilden, die auch Geschwüre hervorbringen kann. Ebenfalls können Lymphknoten schmerzhaft anschwellen.

Eine rechtzeitige Therapie mit Antibiotika hat im Allgemeinen einen guten Behandlungserfolg. Weitere Details zur Erkrankung von Menschen findest du hier.

(red.)

 

 


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