Motocross-Grand-Prix wieder auf der Kippe

Wegen einer Beschwerde von Anwohnern steht der Motocross-Grand-Prix in Frauenfeld auf der Kippe.
Wegen einer Beschwerde von Anwohnern steht der Motocross-Grand-Prix in Frauenfeld auf der Kippe. © Tagblatt
Möglicherweise kann der Motocross Grand Prix in Frauenfeld in diesem Jahr nicht stattfinden. Dies wegen einer Beschwerde von Anwohnern.

Wieder steht das Frauenfelder Motocross-Grand-Prix-Rennen von diesem Jahr auf der Kippe. Nachdem sich die Thurgauer Umweltverbände mit dem Regierungsrat einigen konnten, könnte jetzt eine Beschwerde von Anwohnern zum Stolperstein werden.

Beschwerde eingereicht

«Es ist eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingegangen», bestätigt Regierungsrätin Cornelia Komposch, Vorsteherin des Departements für Justiz und Sicherheit (DJS), gegenüber TVO. «Diese erschwert die Ausgangslage des Motocross-GP sehr. Es ist nicht sicher, ob der Anlass tatsächlich durchgeführt werden kann». Die Beschwerde hat eine «aufschiebende Wirkung». Wird diese nicht aufgehoben und fällt das Gericht keinen Entscheid, so darf das Rennen dieses Jahr nicht stattfinden. «Eine kleine Gruppe von Anwohnern hat die Beschwerde eingereicht», sagt Veranstalter Willy Läderach. «Wir vertrauen aber darauf, dass die Behörden richtig entscheiden.»

Rennen war schon fast in «Sicherheit»

Dass nun wieder eine Beschwerde dem Rennen im Weg steht, ist für die Organisatoren besonders bitter. Am Montag gaben Thurgauer Umweltverbände bekannt, dass sie sich mit der Regierung geeinigt haben und deshalb auf eine Beschwerde für das diesjährige Rennen verzichten. Die Umweltverbänden sind der Meinung, dass es für Anlässe dieser Grösse in der Landwirtschaftszone eine Baubewilligung braucht. Der Regierungsrat hatte für den Motocross-Grand-Prix jedoch eine Sonderbewilligung ausgesprochen. Nun steht der Kompromiss: Ab dem nächsten Jahr brauchen alle Rennen eine Baubewilligung für die provisorische Bauten, für dieses Jahr gehen die Umweltverbände dafür nicht weiter gegen das Motocross-Rennen vor.

Bewilligung wird schwieriger

«Wir nehmen positiv zur Kenntnis, dass es von den Verbänden keine Beschwerde gibt. Negativ ist hingegen, dass wir für 2019 und künftige Jahre neue Wege beschreiten müssen. Diese machen das Bewilligungsverfahren schwieriger», sagt Willy Läderach.

Vorerst gilt der Fokus aber dem Rennen von diesem Jahr, für welches bereits Tickets verkauft wurden. Eine Absage käme einem Super-GAU gleich.

(kov)


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