Mutmasslicher Täter soll nach St.Gallen kommen

Die Kantonspolizei St.Gallen hat eine Anzeige wegen einer sexuellen Handlung im Säntispark erhalten. (Symbolbild)
Die Kantonspolizei St.Gallen hat eine Anzeige wegen einer sexuellen Handlung im Säntispark erhalten. (Symbolbild) © Tagblatt/Urs Bucher
Der Mann, der unter Verdacht steht, im Säntispark einen 15-Jährigen missbraucht zu haben, wohnt im Ausland. Die Staatsanwaltschaft St.Gallen will ihn dazu bewegen, hierher zu kommen und auszusagen.

«Die beschuldigte Person befindet sich an ihrem Wohnort im grenznahen Ausland», sagt Roman Dobler, Sprecher der Staatsanwaltschaft St.Gallen, auf Anfrage von FM1Today. Es dürfte sich demnach um Süddeutschland, das Fürstentum Liechtenstein oder Österreich handeln.

Der Mann sei Staatsbürger dieses Landes. Wie alt er ist und wo er genau wohnt, will der Staatsanwalt nicht kommunizieren. Weil sich der Mann aktuell nicht im Kanton St.Gallen aufhält, kann er auch nicht festgenommen werden, erklärt Dobler: «Staaten liefern ihre eigenen Bürger nicht an andere Staaten aus.»

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Keine Festnahme

Die Staatsanwaltschaft St.Gallen stehe momentan in Kontakt mit dem Rechtsanwalt des Beschuldigten, sagt Dobler: «Das Ziel ist, dass der Mann unter der Zusicherung des freien Geleits in den Kanton St.Gallen reist.» Hier solle der Mann dann zum Vorfall vom Montagabend im Säntispark befragt werden. Freies Geleit bedeutet, dass der Mann im Kanton St.Gallen nicht festgenommen wird und nach der Befragung wieder zurück in sein Heimatland reisen darf.

Was, wenn er nicht kommt?

«Falls die beschuldigte Person nicht einreisen will, hat die Staatsanwaltschaft die Möglichkeit eines Übernahmeersuchens.» Das bedeutet, dass die örtlichen Strafverfolgungsbehörden seines Heimatlandes die Strafverfolgung führen würden.

Am Montagabend soll im Abtwiler Säntispark ein 15-jähriger Jugendlicher von einem etwa 50-jährigen Mann sexuell angegangen worden sein. «Der Anzeige zufolge spielten sich sexuelle Handlungen mit einem 15-jährigen Bub im Säntispark ab», bestätigte Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, die Meldung einer FM1Today-Leserin. Der Täter konnte flüchten und ist seither zur Fahndung ausgeschrieben.

(saz)


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