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2500 Unterschriften gegen Muslime

Christoph Fust, 2. Oktober 2015, 19:59 Uhr
Das Komitee für die Erhaltung des sozialen Friedens hat bis jetzt nach eigenen Angaben über 2500 Unterschriften gesammelt. Die SVP-nahen Initianten aus dem Rheintal wollen erreichen, dass einer muslimischen Familie in St.Margethen, welche sie als «nicht integrierbar» bezeichnen, die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlängert wird. Am Mittwoch will das Komitee die Petition einreichen.
SVP geht gegen muslimische Familie vor.
© Keystone/Ennio Leanza

«In Anbetracht der massiven Gefährdung des sozialen Friedens durch das Verhalten dieser Familie, ersuchen wir die Regierung des Kantons St.Gallen die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr zu verlängern, bzw. diese zu entziehen», heisst es in der Petition. Gemeint ist eine Familie in St.Margrethen. Dessen 40-jähriger Familienvater bosnischer Herkunft lebt von der Sozialhilfe und geriet in die Schlagzeilen, weil er für seine Tochter das Recht erstritten hat, mit dem Kopftuch zur Schule zu gehen.

Petitionsübergabe am Mittwoch

Ende September ist die Sammelfrist abgelaufen. Wie die Initiantin Carmen Bruss aus Diepoldsau heute mitteilt, seien über 2500 Unterschriften zusammengekommen. Am Mittwoch würden diese dann in St.Gallen dem Kanton überreicht. Bruss erwartet, dass unter anderem Lukas Reimann und verschiedene Kantonsräte anwesend sein werden. «Wir veranstalten keine Demonstration, wir setzen einfach ein Zeichen», sagt sie.

Wie 20 Minuten vor einer Woche berichtet hat, will die Familie nach dem Medienrummel aus dem Kanton St.Gallen wegziehen. Insofern ist fraglich, was die Petition der SVP noch ausrichten wird. (chf)

TVO-Beitrag vom 30. Juli 2015

Christoph Fust
veröffentlicht: 2. Oktober 2015 19:59
aktualisiert: 2. Oktober 2015 19:59