1500 Lehrstellen werden nicht besetzt

Angela Mueller, 29. Juni 2018, 21:52 Uhr
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1500 Lehrstellen werden diesen Sommer im Kanton St.Gallen voraussichtlich unbesetzt bleiben. Dem gegenüber stehen 300 Schülerinnen und Schüler, die noch immer eine Stelle suchen.

Besonders betroffen vom Mangel an Lernenden ist das KV, der Detailhandel und das Baugewerbe, wie TVO berichtet. Die Maurer-Lehrstelle für das Jahr 2018 beim Bauunternehmen JMAG bleibt voraussichtlich unbesetzt. «Es ist schwierig jemanden zu finden, der unseren Anforderungen entspricht», sagt Geschäftsleiter Werner Kühne.

Der Hauptgrund für diese Situation ist die demographische Entwicklung, dieser Meinung ist Bruno Müller, Leiter des  kantonalen Berufbildungsamts St.Gallen. «Wir haben zurzeit wesentlich weniger Jugendliche, die von der Schule abgehen.», sagt Müller. Trotzdem sind zurzeit noch 300 Schulabgänger ohne Lehrstelle. «Dies kann ganz verschiedene Gründe haben», sagt Müller.

Doch die Anforderungen an die Lernenden zu senken ist kein Thema für das Baunternehmen JMAG. «Der Baumeisterverband engagiert sich sehr und versucht das Image des Bauberufes zu verbessern, denn wir brauche auch in Zukunft gut ausgebildeten Nachwuchs», sagt Kühne.

Um den Mangel an Metzger-Lehrlingen zu beheben, hat die Micarna in Bazenheid einen neuen Ansatz gewählt. Sie bilden Asylsuchende aus, die während der Ausbildung die Sprache lernen können. Auch dieser Ansatz dürfte für den Baumeisterverband interessant sein.

Bis ins Jahr 2020 dürfte die demographische Situation die Besetzung der Lehrstellen weiterhin schwierig machen. Danach gehen wieder geburtenstarke Jahrgänge von der Schule ab.

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 29. Juni 2018 21:31
aktualisiert: 29. Juni 2018 21:52