Montafon

20-Jähriger wird 400 Meter von Lawine mitgerissen

31. Januar 2020, 19:54 Uhr
Der Verunglückte löste die Lawine selbst aus.
© LPDV
Im Skigebiet Montafon löste ein 20-Jähriger eine Lawine aus. Diese riss ihn 400 Meter mit. Er musste mit dem Hubschrauber ins Spital geflogen werden.

Am Freitagnachmittag unternahmen drei Bergrettungskollegen einen Freeride-Tag im Skigebiet Silvretta Montafon-Nova. Sie beabsichtigten von der Bergstation der Valiserabahn II über die sogenannte Scholla durch eine Rinne abzufahren. Vor der Einfahrt warteten die drei auf einem Geländerücken zusammen, um dann einzeln abzufahren.

Ein 20-Jähriger aus Gaschurn fuhr als erster in den Hang ein und löste dabei ein Schneebrett aus. In weiterer Folge wurde er von diesem erfasst und ca. 400 Meter mitgerissen. Die beiden anderen Kollegen beobachteten den Lawinenabgang von dem sicheren Standort aus und setzten sofort einen Notruf ab.

Dann begannen beide mit der Lawinenverschütteten-Suche und fuhren der Lawinenbahn entlang talwärts, wo sie ihren verunfallten Kollegen auf dem Lawinenkegel sitzend antreffen konnten. Der 20-jährige erlitt eine Schulterluxation und musste mit einem Hubschrauber mittels Taubergung geborgen und ins Spital Feldkirch geflogen werden. Die drei Bergrettungskollegen hatten Helm, und Lawinen-Notfallausrüstung wie Lawinenverschüttetensuchgerät, Schaufel und Lawinensonde mit dabei.

(LPDV)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 31. Januar 2020 19:54
aktualisiert: 31. Januar 2020 19:54