222 Bussen und 68 Anzeigen in St.Gallen

Laurien Gschwend, 27. März 2017, 15:19 Uhr
Die Stadtpolizei St.Gallen büsste letzte Woche 222 Personen. 68 Lenker wurden angezeigt.  (Symbolbild)
Die Stadtpolizei St.Gallen büsste letzte Woche 222 Personen. 68 Lenker wurden angezeigt. (Symbolbild)
© Stapo SG
In der vergangenen Woche führte die Stadtpolizei St.Gallen eine Schwerpunktwoche im Verkehrsbereich durch. Insgesamt wurden 222 Ordnungsbussen ausgestellt, 68 Personen erhielten eine Anzeige. Unter anderem, weil sie auf Facebook vor Kontrollen warnten.

Wie die St.Galler Stadtpolizei mitteilt, wurden zwischen dem 20. und dem 25. März auf dem ganzen Stadtgebiet Verkehrskontrollen durchgeführt. Dabei wurden Fahrzeuge auf ihre Betriebssicherheit und den vorschriftsgemässen Zustand überprüft. Weiter achtete die Polizei auf die Einhaltung der Geschwindigkeit und der Verkehrsregeln. Die Lenker wurden zudem auf ihre Fahrtauglichkeit getestet.

Fünf Kinder nicht angegurtet

Die Ordnungsbussen verteilte die Stadtpolizei aufgrund verschiedener Vergehen. Über 80 Personen, darunter fünf Kinder, waren nicht angegurtet. 30 Lenker waren ohne Licht unterwegs, 24 Personen telefonierten während der Fahrt. Neun Fahrer waren zu schnell unterwegs. Weiter beanstandeten die Beamten das Nichtanhalten beim Stoppsignal, das Befahren des Trottoirs oder des Busstreifens, das Missachten des Fahrverbots oder das Nichtmitführen von Dokumenten.

Es wurden einige Personen verzeigt, die in einem Fahrzeug mit verbotenen technischen Abänderungen unterwegs waren. Acht Chauffeure hielten ihre Ruhezeiten nicht ein, die gleiche Anzahl Lenker verursachten durch das Hochdrehen ihres Motors unnötigen Lärm. Eine Person stand unter Drogen, jemand lenkte das Fahrzeug ohne Führerschein.

Auto mit technischer Abänderung (Bild: Stapo SG)
Auto mit technischer Abänderung (Bild: Stapo SG)

Mitglieder von «Rennleitung SG» angezeigt

Weiter fielen der Stadtpolizei St.Gallen elf Personen auf, die öffentlich vor Kontrollen gewarnt hatten. Sie wurden ebenfalls zur Anzeige gebracht. Laut Mediensprecher Dionys Widmer handelte es sich bei den Personen um Mitglieder der Facebook-Gruppe «Rennleitung SG». Es gebe bei der St.Galler Stadtpolizei keine Abteilung, welche die Beiträge der Online-Gemeinschaft systematisch überprüfe, man plane in absehbarer Zukunft auch nicht, eine solche einzuführen. «Im Rahmen der Schwerpunktwoche sind uns die Posts jedoch aufgefallen. Warnt ein Facebook-User vor einer Verkehrskontrolle, geht der Schutzgedanke verloren. Jemand verhält sich dann bei der Kontrollstelle angemessen, missachtet die Gesetze aber vielleicht anderswo.»

Die Stadtpolizei St.Gallen führt jährlich zwei verkehrspolizeiliche Schwerpunktwochen durch. Ebenfalls finden solche Schwerpunktwochen im Sicherheitsbereich statt. Dort werden Personen auf Betäubungsmittel, verbotene Gegenstände oder eine allfällige Ausschreibung überprüft.

Laurien Gschwend
Quelle: Stapo SG/red.
veröffentlicht: 27. März 2017 15:19
aktualisiert: 27. März 2017 15:19