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Coronavirus

2G und 2G-plus: Verwirrung in Bädern und Eissporthalle

28. Dezember 2021, 18:45 Uhr
In den Bädern gilt 2G-plus, bei anderen Freizeiteinrichtungen nur 2G oder freiwilliges 2G-plus. Das sorgt bei den Kundinnen und Kunden für Verwirrung. Und manchmal auch zu unschönen Szenen.
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Quelle: tvo

Seit in den Bädern 2G-plus gilt, verzeichnet das Heilbad Appenzell in Heiden rund 50 Prozent weniger Gäste. Doch weniger zu tun, gibt es deswegen nicht. Rund um die Uhr klingelt das Telefon, die Leute haben Fragen zu den nun geltenden Regeln.

«Eine grosse Herausforderung»

Maria Gmünder, Betriebsleiterin des Heilbads, sagt gegenüber TVO: «Die Gäste reagieren ruhig, bisher kam es noch nie zu extremen Fällen. Wir hätten mit 2G gut leben können, 2G-plus ist für uns eine grosse Herausforderung.»

Die Leute würden nicht verstehen, wofür das «plus» stehe. Es bedeutet, dass man einen zusätzlichen Coronatest braucht, wenn die Impfung oder die Genesung mehr als vier Monate zurückliegen. Ein einfacher Selbsttest genügt dabei nicht.

Freiwillig auf 2G-plus gesetzt

Im Eissportzentrum Lerchenfeld hat man sich hingegen freiwillig die striktere Variante 2G-plus verordnet, so kann auf eine Maske im Innenbereich verzichtet werden. Betriebsleiter Dominique Conde sagt: «Es hat mit den Gästen sehr viele Diskussionen deswegen gegeben. Auch viele Beschimpfungen. Wir mussten Leute wegweisen und auch mit der Polizei drohen. Der Aufwand ist riesig.»

Täglich werde rund hundert Personen im Lerchenfeld der Eintritt verwehrt. Wegen des grossen Aufwands wurde eine Person von der Security angestellt. Er sagt: «Wir machen ja nicht die Regeln, die sind vom Bundesamt so vorgeschrieben. Manchmal ist es nicht angenehm, die Leute wegzuschicken. Aber es ist nun mal so.»

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 28. Dezember 2021 18:40
aktualisiert: 28. Dezember 2021 18:45