Coronavirus - Schweiz

Appenzellerland gibt Gas beim Impfen - Bereitschaft eher gering

9. April 2021, 12:13 Uhr
Die beiden Appenzell erwarten grössere Impfstoff-Lieferungen und rufen die Bevölkerung auf, sich für die Corona-Impfung anzumelden (Archivbild).
© KEYSTONE/URS FLUEELER
Die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden rufen die Bevölkerung auf, sich für die Corona-Impfung anzumelden. Für die Monate April, Mai und Juni werden grössere Impfstoff-Lieferungen erwartet. Nun braucht es eine gute Planung.

Es sei wichtig, dass sich alle Impfwilligen jetzt registrierten, heisst es in einer Mitteilung der Ausserrhoder Kantonskanzlei vom Freitag. Die beiden Impfzentren in Herisau und Heiden sowie die Hausarztpraxen erhalten im April rund 9000 Impfdosen.

Jüngere sollen sich registrieren

Seit Anfang April können sich Personen über 65 Jahre und Chronischkranke in Ausserrhoden impfen lassen. Danach kommen das Gesundheits- und das Betreuungspersonal sowie Kontaktpersonen von Risikopatienten an die Reihe. Der Kanton bittet aber auch die jüngeren Impfwilligen, sich bereits jetzt zu registrieren.

Für die freiwillige Impfung kann man sich auf https://ar.impfung-covid.ch/ einschreiben. Dazu ist eine Krankenversicherungskarte erforderlich. Sobald die registrierten Personen nach dem vom Bund festgelegten Impfplan an der Reihe sind, erhalten sie per SMS oder E-Mail ihren Termin.

Auch Appenzell Innerrhoden erwartet in den nächsten Monaten substanzielle Impfstoff-Lieferungen, wie das Gesundheits- und Sozialdepartement mitteilte. Ab sofort können sich alle Impfwilligen ab 16 Jahren anmelden. Geimpft wird am Spital Appenzell und in den Hausarztpraxen.

54 Prozent Impfwillige über 75

Von den über 75-Jährigen haben sich in Innerrhoden 54 Prozent impfen lassen. «Dieser Wert ist aus Sicht der öffentlichen Gesundheit noch zu tief», schreibt der Kanton. Von den Personen zwischen 65 und 74 Jahren sind bisher 38 Prozent geimpft. In dieser Altersgruppe sind noch einige Personen auf der Warteliste.

Blutanalysen bei 125 vollständig geimpften Menschen in Innerrhoden haben gezeigt, dass die Impfung wirksam ist: Bei 98 Prozent dieser Personen wurden Antikörper nachgewiesen. Bei etwa 0,1 Prozent der Geimpften sei mit leichten bis mittelschweren Nebenwirkungen zu rechnen, heisst es.

Angesichts der Impfstofflieferungen wird im Spital Appenzell eine zweite Impfstrasse eröffnet. Das Spitalpersonal wird dabei vom Zivilschutz unterstützt. Registrieren kann man sich auf www.ai.impfung-covid.ch. Wer in Oberegg AI wohnt, kann sich auch im Ausserrhoder Impfzentrum in Heiden anmelden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 9. April 2021 12:14
aktualisiert: 9. April 2021 12:13