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Die Nachbarn sind des Appenzellers beste Gäste

Fabienne Engbers, 28. März 2019, 07:14 Uhr
66 Franken pro Tag: So viel Geld geben die Gäste im Appenzell Innerrhoden aus. Die meisten Gäste des Appenzellerlandes kommen aus dem Rest der Ostschweiz, aber auch viele Deutsche und Franzosen besuchen den Bergkanton.
Ob Seealpsee, Säntis oder Äscher: Der Tourismus ist ein wichtiger Pfeiler der Innerrhoder Wirtschaft. (Archiv)
© Keystone/Melanie Duchene

Vor allem der Detailhandel und die Gastronomie profitieren von den auswärtigen Gästen. Viele der Besucher kommen aus den Nachbarkantonen St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden, den grössten Anteil ausländischer Gäste machen Deutsche aus.

Detailhandel lebt vom Tourismus

Ein Grossteil der Angestellten im Detailhandel im Kanton Appenzell Innerrhoden ist auf den Tourismus zurückzuführen, Anteile in einer solchen Grössenordnung seien ansonsten nur in ausgeprägt touristischen Regionen zu finden, schreibt das Amt für Wirtschaft. Das Amt hat ein externes Unternehmen mit der Studie beauftragt, dieses befragte 2000 Gäste zu Untersuchung der volkswirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus und der Herkunft der Gäste.

Ein Drittel der Gäste kommt aus den Nachbarkantonen

Diese Studie hat ergeben, dass der Hauptteil der Gäste aus den Nachbarkantonen kommt, ein Drittel aller Gäste im Innerrhodischen wohnt in Ausserrhoden und dem Kanton St.Gallen. Rund jeder zehnte Gast kommt aus dem eigenen Kanton. Einen grossen Teil der Gäste aus dem Ausland machen deutsche Urlauber aus, sie bilden knapp 8 Prozent des Gästeanteils. Asiatische Touristen findet man in Appenzell nur selten.

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Quelle: TVO

Asiatische Touristen im Zentrum von Appenzell sind eine Seltenheit. Während der Tourismus in vielen Schweizer Städten von den asiatischen Gästen lebt, ist im Appenzell Inerrhoden genau das Gegenteil der Fall. Nur einer von fünfzig Touristen kommt aus dem asiatischen oder amerikanischen Raum. «Die Strategie vom Verein Tourismus Appenzell Inerrhoden, geht so weit, dass wir Touristen wollen, die kulturell einen ähnlichen Hintergrund haben, wie wir hier», sagt Markus Walt, Leiter Amt für Wirtschaft Appenzell Innerrhoden, gegenüber TVO. Es sei gewollt, dass vor allem Schweizer den Bergkanton besuchen.

Bergbahnen und Hotels mit höchstem Tourismus-Anteil

Wie zu erwarten, weisen die Berherbungsbetriebe mit 90 Prozent und die Bergbahnen mit 89 Prozent die höchsten Anteil von Tourismus aus. Auch in den Restaurants wird jede dritte Konsumation wegen des Tourismus getätigt. Pro Tag geben die Touristen in Appenzell Innerrhoden 66,6 Franken aus. Das ergibt eine gesamthafte Wertschöpfung durch den Tourismus von rund 123 Millionen Franken pro Jahr.

Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 28. März 2019 07:14
aktualisiert: 28. März 2019 07:14