Hundwil

Grosse Solidarität nach Brand in Schweinestall

Rahel Röthlin, 19. Dezember 2019, 06:31 Uhr
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Quelle: TVO

Eine Bauernfamilie aus Hundwil steht vor dem Nichts. Der Stall, und mit ihm 200 Ferkel, sind am vergangenen Samstag Opfer eines Grossbrandes geworden. Doch nun schwappt eine Welle der Solidarität über die Familie.

Bruno Knöpfel steht stumm vor den verkohlten Überresten seines Stalles. Der leere Blick schweift weiter zur Brandruine des angebauten Hauses, wo seine betagte Mutter wohnte. Die einzigen Farben zwischen den Trümmern trägt ein Plastikband. Weiss-Rot. «Polizei-Sperrzone». Der Geruch von Feuer liegt noch immer in der Luft.

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Quelle: tvo

«Einfach nur dankbar»

Dem 59-jährigen Landwirten fällt es schwer, das Erlebte in Worte zu fassen. «Ich bin froh, hat die Feuerwehr das Entsorgen der toten Sauen übernommen – ich hätte dies emotional nicht auch noch verkraften können.» Seine 85-jährige Mutter, die den Flammen in der Nacht des Feuers gerade noch entkommen konnte, ist gerührt über die grosse Hilfe aus dem Dorf: «Die Solidarität gibt mir viel Kraft. Ich bin einfach dankbar. Dankbar, dass ich noch leben darf und es doch irgendwie noch weitergehen wird.»

Blick nach vorne

Die Gemeindepräsidentin Margrit Müller kommt auf dem Hof vorbei. Unter dem Arm trägt sie einen Sack voller Spenden. Sie übergibt ihn der 85-jährigen Emma Knöpfel, welche mit glänzenden Augen einen Schal herausnimmt. Weshalb das verheerende Feuer am Samstag ausgebrochen ist, ist weiterhin unklar. Doch das Drama, so kurz vor Weihnachten, löst bei den Nachbarn und der Gemeinde Hundwil eine Welle der Solidarität aus. So hat die Gemeinde Hundwil extra ein  Spendenkonto für die betroffene Bauernfamilie eröffnet.

Für den Landwirten Bruno Knöpfel ist klar: Aufgeben ist keine Option. «Schliesslich wollen meine Jungen den Hof übernehmen. Wir sind jetzt am planen für die Zukunft.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 19. Dezember 2019 05:45
aktualisiert: 19. Dezember 2019 06:31