Coronavirus

Weniger Autos auf Ausserrhoder Strassen wegen Corona

23. Februar 2021, 14:36 Uhr
Der Strassenverkehr nahm in Appenzell Ausserrhoden während der Corona-Krise ab, allerdings nicht so stark wie in den grossen Agglomerationen des Mittellands (Symbolbild).
© KEYSTONE/GAETAN BALLY
Die Corona-Pandemie hat in Appenzell Ausserrhoden zu einem Rückgang des Strassenverkehrs geführt. 2020 waren im Durchschnitt sechs Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs als im Vorjahr.

Die Mobilitätskurve zeigt einen starken Einbruch für die Zeit des Lockdowns von März bis Mai 2020, wie das Departement Bau und Volkswirtschaft am Dienstag mitteilte. Im Sommer nahm der Verkehr vorübergehend wieder zu, gefolgt von einer erneuten Abnahme im Spätherbst und gegen Weihnachten.

Dies widerspiegle, dass gegen Ende 2020 viele Arbeitnehmende ins Homeoffice wechselten und die Gastronomie eingeschränkt wurde, heisst es. Insgesamt nahm der Verkehr in Ausserrhoden aber weniger ab als in den Agglomerationen des Schweizer Mittellands. Dies sei auf die Siedlungs- und Wirtschaftsstruktur des Kantons, aber auch auf den Tagesausflugsverkehr zurückzuführen.

Geschlossene Grenzen, gutes Wetter und das Bedürfnis vieler Menschen, draussen zu sein, führten auf einigen Routen in den Alpstein tageweise zu Verkehrsspitzen. Insgesamt seien die Verkehrszahlen wegen der speziellen Situation mit der Pandemie nicht aussagekräftig, um langfristige Trends zu erkennen, schreibt der Kanton.

Die Mobilität verringerte sich 2020 auch kilometermässig. Schweizweit ging die im Mittel zurückgelegte Tagesdistanz der Bevölkerung von 22 Kilometer im Februar auf 5 Kilometer im April zurück, stieg danach wieder auf 20 Kilometer und sank dann im Dezember auf 15 Kilometer.

Mit dem Verkehr gingen auch die Einnahmen aus dem Benzinzoll und der LSVA-Abgabe zurück. Für den Kanton resultierten daraus Mindereinnahmen von 700'000 Franken.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. Februar 2021 14:36
aktualisiert: 23. Februar 2021 14:36