Fürstentum Liechtenstein

Arzt verteilt Maskendispense an gesamte Gastro-Belegschaft

8. Dezember 2021, 09:26 Uhr
Die Mitarbeitenden eines Liechtensteiner Gasthofs haben sich von der Maskenpflicht befreien lassen. Dies mithilfe eines Aargauer Arztes, gegen den nun ein Strafverfahren wegen Ausstellung von falschen ärztlichen Zeugnissen läuft.
Die Mitarbeitenden des Liechtensteiner Restaurants hätten eine Maske tragen sollen, liessen sich aber von der Pflicht befreien. (Symbolbild)
© Getty
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Ein Allgemeinmediziner aus dem Aargau hat den Mitarbeitenden eines Gasthofs in Liechtenstein ein ärztliches Zeugnis ausgestellt, das sie von der Maskenpflicht befreit. Seit September läuft deshalb gegen den Arzt ein Strafverfahren wegen Ausstellung von falschen ärztlichen Zeugnissen, wie Fiona Strebel, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, der «Aargauer Zeitung» bestätigt. Auf die Schliche gekommen sei man dem Arzt dank eines Hinweises einer anderen Behörde, heisst es beim Gesundheitsdepartement.

Nun droht ihm eine saftige Busse. Zudem könnte ihm unter Umständen die Berufsausübung verboten werden. Das befürchtet er offenbar auch. Denn bevor überhaupt ein Urteil stand, wandte er sich bereits ans Verwaltungsgericht, das vorsorgliche Massnahmen treffen solle. Doch da es kein Urteil gibt, können die Richter nichts tun. Der Arzt liess dennoch nicht locker und wandte sich ans Bundesgericht. Auch dieses konnte kein Urteil fällen. Die Gerichtskosten von über 1000 Franken muss er nun selbst tragen.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 8. Dezember 2021 07:44
aktualisiert: 8. Dezember 2021 09:26