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EM

Autokorso und Menschenmengen: Das ist bei der EM im FM1-Land erlaubt

René Rödiger, 9. Juni 2021, 12:00 Uhr
Die Leute sollen jubeln dürfen, die Sicherheit darf jedoch nicht gefährdet werden. (Archivbild)
© Michel Canonica/St.Galler Tagblatt Archiv
Die Freude über einen Sieg an der EM ist riesig. Und natürlich will man dann auch gemeinsam feiern. Doch was ist im FM1-Land erlaubt? Wir haben bei der Polizei nachgefragt.

Am Samstag ist es soweit, die Schweiz spielt am Nachmittag gegen Wales ihr erstes EM-Spiel. Sollte die Nati gewinnen, wird natürlich gefeiert. Mit Menschenansammlungen auf den Plätzen, einem Autokorso und jubelnden Menschen in den Gartenbeizen.

«Es darf gefeiert und Emotionen gezeigt werden. Aber es gilt Nulltoleranz, wenn die Sicherheit gefährdet wird», sagt Natascha Scherrer, Mediensprecherin der Kantonspolizei St.Gallen. So dürfen die Autokorsos zum Beispiel durch die Strassen fahren, aber keine Fahnenstangen aus den offenen Autofenstern gehalten werden. Scherrer: «Wir lassen solche Korsos bis eine Stunde nach Spielschluss oder maximal bis Mitternacht zu.»

Die Kantonspolizei Thurgau «wird solche Feiern wie bei früheren Endrunden aufmerksam begleiten». «Wir werden so tolerant wie möglich und so konsequent wie nötig für Ordnung und Sicherheit sorgen», heisst es. Eingeschritten wird, wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet ist. Teilen sich feiernde Fussgängerinnen und Fussgänger die Strassen und Plätze mit Autokorsos, wird die Polizei Strassenabschnitte sperren und den Verkehr umleiten.

Keine Ansammlungen vor Bars

Diese Richtlinie für hupende Autos gilt auch in der Stadt St.Gallen. Bei den Restaurants, Bars und auf öffentlichen Plätzen sieht das ähnlich aus. Dionys Widmer, Mediensprecher der Stadtpolizei, sagt: «Wir werden situativ entscheiden. Es darf aber keine Ansammlungen vor den Bars geben.»

Für die Einhaltung sind die Betreiber selbst verantwortlich. «Der Bildschirm oder die Leinwand sind für jene Leute, die bedient werden. Die Betreiber müssen dafür verantwortlich sein, dass sich vor den Bars und Gartenbeizen keine Menschentrauben bilden. Sonst werden sie verzeigt», sagt Widmer. Sollten sich beispielsweise auf dem Marktplatz viele Leute einfinden, werde «im Rahmen der Verhältnismässigkeit» entschieden.

Bei der Stadtpolizei Chur tönt es ähnlich. Mediensprecher Roland Hemmi sagt: «Über kurze Zeit tolerieren wir Autokorsos. Wir legen uns aber nicht auf eine fixe Zeit fest, wir entscheiden je nachdem, ob eine gefährliche Situation entsteht und schreiten dann ein.»

«Haben die Wirte sensibilisiert»

Die Stadtpolizei Chur hat im Vorfeld bereits mit allen Wirten das Gespräch gesucht und sie nochmals auf die geltende Covid-Verordnung aufmerksam gemacht. «Wir sind proaktiv vorgegangen und haben die Leute sensibilisiert. Wo immer möglich werden zum Beispiel die Bildschirme so aufgestellt, dass nur die Leute im Gartenrestaurant schauen können, damit sich keine Menschenansammlungen bilden. Wir wollen auch nicht direkt büssen, sondern zuerst das Gespräch suchen», sagt Hemmi.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 9. Juni 2021 11:42
aktualisiert: 9. Juni 2021 12:00