25 bis 30 Prozent

Covid-Skeptiker verlangen Steuerreduktion wegen Zertifikat

18. Februar 2022, 16:37 Uhr
Weil sie sich aufgrund der Zertifikatspflicht ausgeschlossen und benachteiligt fühlen, verlangen Covid-Skeptiker, dass sie weniger Steuern bezahlen müssen. Einige wollen dem Staat auch gar nichts mehr abgeben. Das Begehren dürfte kaum Chancen haben.
Nix mit Steuererklärung: Einige Covid-Skeptiker verlangen eine Steuerreduktion von 25 bis 30 Prozent – oder wollen gar nichts mehr bezahlen.
© Keystone, Christian Beutler

Robin Spiri ist Steuerberater, aus Amriswil – und ungeimpft. Er habe monatelang mit den Behörden eine Lösung gesucht, wie Ungeimpfte eine Steuerreduktion erhalten könnten, erklärt er gegenüber dem «St.Galler Tagblatt». Spiri hält eine Reduktion der Steuern von 25 bis 30 Prozent für angemessen. «Ich bin nicht bereit, gleich viel Steuern zu bezahlen wie jemand, der mit Zertifikat ins Schwimmbad, ins Theater oder in die Bibliothek gehen konnte», sagt er.

Die Nachfrage des Tagblatts bei verschiedenen Steuerämtern der Schweiz zeigt, dass es mehrere solche Fälle wie jenen von Spiri gibt. Einige Skeptiker wollen auch gar keine Steuern mehr bezahlen. Begründet wird das mit der «Unrechtsausübung der Behörden mit den Coronamassnahmen», wie beispielsweise Tanja Bertholet, Sprecherin des Steueramts Bern, erklärt.

Die Erfolgschancen der Covid-Skeptiker sehen allerdings schlecht aus. Wer seine Steuern nicht bezahlt, wird zweifach gemahnt und dann gebüsst. Nützt das immer noch nichts, wird betrieben und in einem letzten Schritt gepfändet.

Quelle: St.Galler Tagblatt/Pascal Michel
veröffentlicht: 18. Februar 2022 16:39
aktualisiert: 18. Februar 2022 16:39
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