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«Zur Sache»

«Covid-Zertifikate für Getestete sind Hafechääs»

2. September 2021, 08:00 Uhr
Am ersten Tag seiner Pensionierung tritt der St.Galler Infektiologe Pietro Vernazza in der TVO-Sendung «Zur Sache» auf. Er spricht mit Tagblatt-Chefredaktor Stefan Schmid über die Corona-Situation und seine Zukunftspläne.
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Quelle: tvo

Auf die Zertifikatspflicht angesprochen äussert sich Pietro Vernazza vorsichtig: Er lehne eine Ausweitung der Zertifikatspflicht nicht grundsätzlich ab, sagte er. «Wichtig ist, dass die Massnahmen ein klares Ziel haben.»

Das Thema ist in der Ostschweiz noch nicht vom Tisch, am Donnerstag treffen sich die Gesundheitsdirektoren, um einen allfälligen Alleingang in Sachen Zertifikatspflicht zu besprechen, nachdem der Bund dies vorerst verworfen hatte.

Vernazza findet die Covid-Zertifikate für Getestete, die drei Tage gültig sind, nicht sinnvoll: Aus epidemiologischer Sicht sei dies «Hafechääs». Man könne an einem Tag negativ sein und am nächsten ein Superspreader.

Für Vernazza ist klar, impfen ist das beste Mittel gegen die Pandemie. Eine Durchimpfungsrate von 58 Prozent sei «erstaunlich gut, wenn man es mit anderen Impfungen vergleicht». Schliesslich sei die Schweiz für Impfskepsis bekannt, sagt er und fügt das Beispiel Masern an. Wegen der Impfung rechnet Vernazza für den Winter nicht mit schwerwiegenden Problemen.

Auf die Frage von Stefan Schmid, wie er seine Zukunft als Pensionär gestalten wolle, liess der GLP-Politiker durchblicken, dass er sich durchaus vorstellen könne, ein politisches Amt zu übernehmen.

(agm)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 2. September 2021 07:09
aktualisiert: 2. September 2021 08:00