WorldSkills

Diese acht Berufsleute aus der Ostschweiz wollen die besten der Welt sein

Svenja Graf, 18. Oktober 2022, 17:03 Uhr
Hoch hinaus geht es derzeit für die besten Berufsleute der Schweiz: Sie messen sich an den WorldSkills mit Konkurrentinnen und Konkurrenten aus der ganzen Welt. Damit ein gutes Resultat erzielt werden kann, braucht es dementsprechend viel Vorbereitung.
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37 Schweizerinnen und Schweizer kämpfen aktuell an den WorldSkills 2022 um den Weltmeistertitel. Der Wettbewerb ist seit Anfang Oktober in vollem Gange – dieses Mal ist die Weltmeisterschaft jedoch etwas anders aufgebaut als sonst. Anstatt wie geplant in Shangai, finden die diesjährigen Wettkämpfe pandemiebedingt dezentral in 15 Ländern rund um den Globus statt. Auch acht Berufsleute aus der Ostschweiz wollen eine Medaille mit nach Hause bringen.

«Man wächst extrem über sich hinaus»

«Es ist eine riesige Ehre, dabei zu sein und auch eine schöne Belohnung für die harte Arbeit», sagt Yannick Flepp, Anlagenelektriker aus Sedrun im Kanton Graubünden. Er ist aktuell voll im Training und übt die letzten Feinheiten – und bis jetzt laufe es super. Der 23-Jährige hat im Jahr 2020 bei den Schweizermeisterschaften gewonnen. «Das Schwierigste ist, ein gesundes Mass zwischen Tempo und Genauigkeit zu finden. Diese Feinheiten muss man im Griff haben und deshalb auch intensiv üben.»

Flepp misst sich Ende November in Salzburg mit den anderen Anlagenelektrikern – an den letzten Tagen der WorldSkills. Mit ins Gepäck soll ein Glücksbringer. Was genau, weiss Flepp jedoch noch nicht. «Ich muss mir noch überlegen, welchen Glücksbringer ich mitnehmen soll. Auf jeden Fall dabei ist eine kleine Schweizerfahne.» Auch alle Expertinnen und Experten, Familie und Freunde werden anreisen.

Yannick Flepp ist mitten in den Vorbereitungen für die WorldSkills.
© SwissSkills/Stefan Wermuth

«Beim Wettbewerb wächst man extrem über sich hinaus. Im Handwerk wird man besser und man knüpft viele internationale Freundschaften. Es ist eine riesige Chance in jeglicher Hinsicht und ich freue mich, wenn es endlich losgeht», so Flepp. Neben ihm reist auch Pascal Hofstetter Ende November nach Salzburg in Österreich. Er misst sich als Land- und Baumaschinenmechaniker gegen die internationale Konkurrenz.

Metallbauer, Konstrukteur, Floristin und Restaurantfachfrau

Für vier weitere Teilnehmende aus der Ostschweiz gilt es Ende Oktober ernst. Als Metallbauer stellt Lars Rotach in Cleveland in den USA sein Können unter Beweis. Jan Meier zeigt im französischen Bordeaux was er als Konstrukteur drauf hat. In der finnischen Hauptstadt Helsinki möchte Jasmin Wüthrich zur besten Floristin der Welt gekürt werden. Und für Shania Colombo gibt es eine Heim-WM: Sie zeigt ihr Können als Restaurantfachfrau in Luzern.

Bereits eine Silbermedaille für die Ostschweiz

Zwei Ostschweizerinnen durften sich anfang Oktober bereits mit der internationalen Konkurrenz messen – und eine Silbermedaille mit nach Hause nehmen. Durcktechnologin Nina Manser aus Kesswil im Kanton Thurgau landete im internationalen Wettbewerrb auf dem zweiten Platz. Polygrafin Simona Gier nimmt ein Diplom mit nach Hause: Sie hat den elften Platz errreicht.

Nina Manser aus Kesswil im Kanton Thurgau hat sich die Silbermedaille als Drucktechnologin geholt.
© SwissSkills/Manu Friedrich

In insgesamt 15 Berufen haben die Schweizer Berufsleute schon gezeigt, was sie können. Das Schweizer Team hat insgesamt bereits zwei Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen gewonnen. Alle anderen haben ein Diplom erhalten.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. Oktober 2022 06:57
aktualisiert: 21. Oktober 2022 06:57