Noch dreimal schlafen

«Es chribblet»: OASG-Festivalchef Christof Huber im Interview

27. Juni 2022, 19:59 Uhr
Nur noch drei Nächte trennen uns vom Start des OpenAir St.Gallen. TVO wollte von Festivaldirektor Christof Huber wissen, wie nervös er ist, was es nun wirklich alles für Neuerungen gibt und ob die Probleme wegen des Ukraine-Kriegs unterdessen ausgestanden sind.
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Christof Huber, wie sieht bei Ihnen die Gefühlslage kurz vor Festivalbeginn aus?

Christof Huber: «Es chribblet» definitiv. Es gibt eine gewisse Nervosität, man spürt diese überall. Der Aufbau läuft auf Hochtouren, wir versuchen permanent Problemchen zu lösen und anzupassen, wo es nötig ist. Der Austausch mit den Bands, den Partnern, das Wetter – all das beschäftigt uns. Es fühlt sich gut an, aber es ist schon ein gesundes Stück Nervosität mit dabei.

Welche Neuerungen und Änderungen gibt es in diesem Jahr?

Es gibt sehr viele Änderungen auf dem Platz. Wir haben eine neue Newcomer-Bühne, wir haben ein Daydance-Areal, verschiedene neue Sitzgelegenheiten und Bars. Auch ein Festivalshop, wo man einkaufen kann, ist auf dem Gelände. Das OpenAir kommt definitiv in einem anderen Kleid daher als noch 2019.

Braucht es denn stetige Veränderungen, um attraktiv zu bleiben?

Unbedingt. Wir haben 2019 einen gewissen Handlungsbedarf gespürt und dann verschiedene Dinge in Betracht gezogen, die wir dann natürlich noch nicht realisieren konnten (wegen Corona, Anm. d. Redaktion). Es ist sehr wichtig, dass sich das Festival immer weiter entwickelt. Wir sind zwar ein Traditionsfestival, aber wir möchten auch immer wieder frisch daherkommen und auch immer neue Generationen an Festivalbesuchern ansprechen.

Auch das OASG spürte den Ukraine-Krieg und hatte unter anderem mit Lieferengpässen zu kämpfen. Ist das unterdessen kein Problem mehr?

Das Material ist grundsätzlich hier. Es gibt aber einige Infrastruktur-Probleme. Ein Lieferant kann beispielsweise erst sehr spät liefern. Das spürt man in der ganzen Branche und das ist aber nicht nur wegen des Ukraine-Kriegs. Die ganzen Prozesse und Systeme sind nach Corona noch nicht wieder etabliert. Aber das meiste Material ist hier, wir können loslegen (schmunzelt).

Aber ein bisschen ungewisser als in vergangenen Jahren wirkt das Ganze schon.

Ja, ich denke nach zwei Jahren Pause wieder ein ausverkauftes Festival auf die Beine zu stellen, das ist einfach eine Challenge. Das sage ich auch unserem Team: Wir müssen zusammenarbeiten und das Bestmögliche herausholen. Aber es wird vielleicht die eine oder andere Schraube geben, die nicht perfekt sitzt. Ich denke aber, dass es da auch Toleranz vonseiten des Publikums gibt.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 27. Juni 2022 19:59
aktualisiert: 27. Juni 2022 19:59
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