«Es geht schon mal ein König vergessen»

Fabienne Engbers, 6. Januar 2017, 16:19 Uhr
Am Dreikönigstag freuen wir uns alle über den feinen Königskuchen, der in der Küche steht. Jeder sucht sein Brötchen mit äusserster Sorgfalt aus, schliesslich will sich jeder die Krone für dieses Jahr ergattern.

Was wir den ganzen Tag geniessen, ist für die Schweizer Bäckerinnen und Bäcker eine grosse Herausforderung. Auch in der Bäckerei «Drei Könige» in Appenzell herrscht schon am frühen Morgen Hochbetrieb.

«Wir machen das gerne»

Obwohl die Bäckerei auf Hochtouren läuft, bleiben die Bäckerinnen und Bäcker entspannt. «Ein Stresstag ist es nicht, wir backen heute einfach weniger Brot», sagt Bäckerin und Konditorin Ursula Fässler. Mit ihren Kollegen backt sie heute rund 800 Königskuchen aus Mehl, Wasser, Butter und Eiern.

Der eine oder andere König geht vergessen

Chefbäcker Bruno Inauen weiss, wie viel Freude die «Goofen» jeweils haben, wenn sie beim Essen ihres Brötchen plötzlich auf etwas Hartes beissen und dann den König aus ihrem Mund ziehen. Dass ihm auch einmal ein König vergessen geht, gibt er offen zu: «Im Namen aller Bäcker entschuldige ich mich dafür», sagt er. «Wir sind auch nur Menschen.»

Der König darf bestimmen, was läuft

In unserer Redaktion haben gleich mehrere eine Krone ergattert. Dumm nur, dass einer davon der Chef war. Heute wird genau so fleissig gearbeitet wie sonst auch. In einigen Familien sieht das ein wenig anders aus, verrät eine Kundin der Bäckerei «Drei Könige». «Normalerweise bestimmt bei uns der König, wo es lang geht. Wenn aber mein Sohn König wird, dann muss ich das etwas einschränken», sagt sie.

So wird der Dreikönigskuchen in der Bäckerei Drei Könige gemacht:

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Fabienne Engbers
Quelle: enf
veröffentlicht: 6. Januar 2017 16:19
aktualisiert: 6. Januar 2017 16:19