Braunviehkönigin

«Faszination Braunvieh»: Diese drei Ostschweizerinnen haben ein Herz für Kühe

Svenja Graf, 11. Oktober 2022, 05:53 Uhr
Die ehrenvolle Vertretung des Braunviehs sein – eine Aufgabe, die auch drei Ostschweizerinnen gerne übernehmen würden. Ihr grösster Auftritt an der Olma steht schon bald bevor. Die Freude am Braunvieh ist bei allen drei Kandidatinnen spürbar.
Sechs Kandidatinnen kämpfen um das Amt der Braunviehkönigin.
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Sechs Finalistinnen kämpfen aktuell, um die neue Braunviehkönigin zu werden. Und drei davon sind aus dem FM1-Land. Die Aufgaben der Königin sind, das Braunvieh an Viehschauen und weiteren Veranstaltungen gebührend zu vertreten. Ende August wurde die Vorauswahl getätigt, und am 3. Dezember gilt es dann ernst. Bis dann haben die sechs Finalistinnen jedoch noch einige Auftritte und Veranstaltungen, an denen sie teilnehmen dürfen – zum Beispiel an der Olma. 

Die drei Finalistinnen rechts im Bild sind aus dem FM1-Land.
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«Tiere geben einem so viel zurück»

«Ich habe sehr viel Freude an den braunen Kühen. Das haben auch meine Familie und Freunde bemerkt und mich ermutigt, mich anzumelden», sagt Janine Bartholet aus Plons im Kanton St.Gallen. Die 22-Jährige ist schon seit sie klein ist fasziniert vom Braunvieh – und bis heute gerne bei den Tieren. «Mir macht es überhaupt nichts aus, morgens um 4.30 Uhr aufzustehen, weil es mir jeden Tag eine Freude ist, in den Stall zu gehen. Die Tiere geben einem so viel zurück.»

Bartholet ist gelernte Landwirtin und hat im Sommer ihr Agronomiestudium abgeschlossen. «Die Wahl zu gewinnen, wäre mir eine grosse Ehre. Da ich so viel Freude am Braunvieh habe, kann ich die Tiere bestimmt gut vertreten.» Neben der Freude sei jedoch ein gewisses Fachwissen ebenso wichtig, um bei Diskussionen die Vorzüge der Rasse zu kennen.

Ob die 22-jährige Finalistin eine Lieblingskuh hat? «Ja, ehrlich gesagt schon», sagt Bartholet und lacht. «Ich habe an allen Tieren Freude, aber es gibt schon ein, zwei Favoritinnen.» An den braunen Kühen mag sie vor allem den ruhigen und zutraulichen Charakter und die hohen Leistungen trotz zum Teil schwierigen Bedingungen.

Janine Bartholet geht jeden Morgen gerne in den Stall.
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«Faszination für das Braunvieh weitergeben»

Die 20-jährige Anja Koch aus Braunau im Kanton Thurgau hat eine etwas spezielle Laufbahn, wie sie selbst sagt. «Ich habe mich nicht für eine landwirtschaftliche Ausbildung entschieden, sondern bin aktuell noch im Studium – ich möchte Lehrerin werden.» Koch wohnt jedoch noch bei den Eltern und hilft jeden Samstag tatkräftig im Betrieb mit, zum Beispiel melkt sie die Kühe.

«Ich habe eine spezielle Bindung zu allen Tieren. Die einen habe ich jedoch etwas lieber als andere.» Besonders die Zutraulichkeit des Braunviehs hat es Koch angetan. «Man kann in den Stall stehen und alle Tiere kommen direkt zu einem.» Falls die Thurgauerin die Wahl gewinnen würde, hätte sie einen noch engeren Bezug zu den Tieren, was sie wunderbar fände – durch das Studium muss sie aktuell den Kontakt zum Braunvieh sehr bewusst suchen.

«Als Braunviehkönigin kann man die Landwirtschaft auch an die Leute bringen, die sonst eigentlich nichts damit am Hut haben. Und das möchte ich gerne machen – meine Faszination für das Braunvieh weitergeben.» Freunde und Familie stehen hinter der 20-Jährigen – vor dem grossen Auftritt an der Olma hat sie trotzdem etwas Bammel. «Da schauen sehr viele Leute zu, die man auch kennt. Aber das wird schon klappen, ich freue mich.»

Anja Koch ist Lehrerin und möchte einen engeren Bezug zum Braunvieh haben.
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«Landwirtschaft ist meine Herzensangelegenheit»

«Als junge Landwirtin stehe ich mit vollem Herzblut und Leidenschaft hinter der Landwirtschaft und dem braunen Vieh» – die 20-jährige Alessia Sonderegger aus Flumserberg Saxli im Kanton St.Gallen ist topmotiviert und möchte ihre Freude an der Landwirtschaft in die Welt hinaus tragen. Aktuell macht die gelernte Landwirtin eine Zweitausbildung zur tiermedizinischen Praxisassistentin.

Für Sonderegger wäre das Amt der Braunviehkönigin viel mehr, als nur die Vertretung der braunen Kühe zu sein. «Es ist mir eine Herzensangelegenheit, die Landwirtschaft in ein gutes Licht zu rücken und zu zeigen, was alles hinter dem Beruf steckt. Bei uns geben alle immer alles – es ist eine Lebensaufgabe. Und ohne Landwirtschaft gäbe es kein Braunvieh, es ist deshalb das gesamte Paket, dass ich repräsentieren möchte.»

«Das Braunvieh ist auf ganzer Linie überzeugend. Es ist vielseitig einsetzbar und bringt sehr viele Vorzüge mit sich, auch in anspruchsvollen Zeiten. Das ist schon sehr schön», schwärmt die 20-Jährige. Sonderegger durfte als Ehrendame schon an mehreren Viehschauen dabei sein. Sie freut sich jetzt auf den wohl grössten Auftritt an der Olma.

Alessia Sonderegger steht mit Herzblut hinter der Landwirtschaft.
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Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 11. Oktober 2022 05:53
aktualisiert: 11. Oktober 2022 05:53