Klima

Feldkircherin segelt nach Chile: «Greta Thunberg ist ein Vorbild»

Krisztina Scherrer, 2. Oktober 2019, 06:18 Uhr
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Sarah Siemers segelt mit «Sail to the COP» an die UN-Klimakonferenz in Chile.
© zVg
Die 28-jährige Vorarlbergerin Sarah Siemers reist, gemeinsam mit anderen Klimaaktivisten, von Den Haag an die UN-Klimakonferenz 2019 in Chile. Die Reise bestreiten sie, Thunberg-like, mit dem Segelschiff.

Sie sind aus Deutschland, den Niederlanden oder Österreich und wollen ein Zeichen in der Klimapolitik setzen. «Sail to the COP» heisst die Organisation, die am 2. Oktober in Den Haag in See sticht, um Ende November in Chile an der 25. UN-Klimakonferenz teilzunehmen. Eine der Teilnehmerinnen ist Sarah Siemers aus Feldkirch. 

Eine Reise ohne Flugzeug

Die 28-Jährige studiert in Wien Umwelt- und Bioressourcenmanagement und arbeitet nebenbei ehrenamtlich für den Vorstand von «Climate International». «Ich war schon auf verschiedenen Klimakonferenzen und wollte auch nach Chile», sagt Sarah Siemers gegenüber FM1Today. Da sie nicht mit dem Flugzeug reisen wolle, habe sie sich für die Reise mit dem Segelschiff entschieden und sich bei der Organisation beworben. 

«Für ein nachhaltiges und faires Transportwesen»

Alles, was sie dafür tun musste, war ein Motivationsschreiben einzusenden. «Dann wurden ich und 35 weitere Bewerber ausgewählt», sagt Siemers. Das «Sail to the COP»-Team bestehe aus verschiedenen Expertinnen und Experten sowie Klimaaktivisten. Sie alle setzen sich für ein nachhaltiges und faires Transportwesen ein.

«Sail to the COP»

Mit diesem Schiff reisen die Klimaaktivisten nach Chile.

© sailtothecop.com

Während des Segeltrips geht es nicht ums Vergnügen. «Wir machen einen segelnden ‹think-trip›, das heisst: Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie eine faire und nachhaltige Reisebranche aussehen könnte», so die 28-Jährige. Finanziert wird der Trip von Partnerorganisationen, einen Teil müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selber übernehmen.

«Wir möchten vor allem mehr junge Menschen auf die Klimakonferenzen bringen. Es ist die junge Generation, die mit den Auswirkungen des Klimawandels leben muss und diese spüren wird. Wir sind auch jene, die die ganzen Massnahmen, die auf den Konferenzen beschlossen werden, umsetzen müssen. Es braucht deshalb mehr junge Leute, die mitdiskutieren und ihre Meinung miteinbringen.»

«Wir unterstützen sie absolut»

Die wohl berühmteste Umweltaktivistin und «Fridays for Future»-Gründerin, Greta Thunberg, reiste jüngst mit dem Segelschiff zum Klimagipfel in New York. «Wir haben den gleichen Ansatz wie Greta Thunberg, sie ist auf jeden Fall ein Vorbild für uns. Das, was sie macht, unterstützen wir absolut.»

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 2. Oktober 2019 06:07
aktualisiert: 2. Oktober 2019 06:18