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Coronavirus

Graubünden schränkt das öffentliche Leben massiv ein

15. März 2020, 21:44 Uhr
Geschlossene Kaufhäuser und Restaurants – in Graubünden dürfen ab Montagmittag praktisch nur noch Lebensmittelgeschäfte und Apotheken geöffnet haben.
Ab Montagmittag gelten in Graubünden verschärfte Ausnahmeregelungen - im Bild: die Hauptstadt Chur.
© Keystone

Im Kanton Graubünden wird das öffentliche Leben ab Montagmittag bis 30. April erheblich eingeschränkt: Einkaufsläden und Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben. Mit diesen Massnahmen will die Bündner Regierung die Ausbreitung des neuen Coronavirus noch konsequenter bekämpfen. Lebensmittelläden, Apotheken, Drogerien, Banken und Postschalter können weiterhin offen bleiben. Die Regierung ruft die Bevölkerung auf, ihre Mobilität auf das Notwendige zu reduzieren, teilt die Regierung am späten Sonntagabend mit.

Erlaubt sind nur noch Mahlzeitenlieferungen

Die Regierung des Kantons Graubünden greift im Kampf gegen die Verbreitung des neuen Coronavirus zu zusätzlichen Massnahmen, die das öffentliche Leben erheblich einschränken. Ab Montagmittag 12 Uhr müssen alle Restaurants, Bars, Cafés und Snack-Bars, die Gäste bewirten, schliessen. Erlaubt sind Mahlzeitenlieferungen von Restaurants, Pizzakuriere oder fliegende Verkaufsstände ohne Restauration und Verzehr vor Ort.

Ebenfalls geschlossen bleiben müssen alle Warenhäuser und Detailhandelsgeschäfte mit Ausnahme von Lebensmittelläden und -abteilungen, Apotheken, Drogerien, Banken, Postschalter, Kioske und Tankstellenshops. Medizinische Therapien sind weiterhin erlaubt, Kosmetik- und Wellnessbehandlungen jedoch nicht. Ebenfalls verboten werden sämtliche religiösen Versammlungen. Bestattungen dürfen nur im engsten Familienkreis abgehalten werden.

Hotels dürfen geöffnet bleiben

Hotelbetriebe können weiterhin geöffnet bleiben und ihre Hotelgäste auch bewirten. Es gelten dafür ebenfalls die verschärften Hygienebestimmungen und die Einhaltung der sozialen Distanz gemäss dem Bundesamt für Gesundheit. Es dürfen nur Gäste bewirtet werden, die im selben Hotel auch übernachten. Betriebskantinen dürfen offen bleiben, sofern sie keine externen Gäste bewirten.

Die von der Regierung beschlossenen Betriebsunterbrechungen zielen darauf ab, möglichst viele, nicht lebensnotwendige Kontakte zwischen Menschen zu unterbinden und so die Ansteckungen durch das neue Coronavirus zu minimieren. Sie gelten ab Montag, 16. März 12 Uhr bis 30. April 2020 für den gesamten Kanton Graubünden.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 15. März 2020 21:33
aktualisiert: 15. März 2020 21:44