Bolgen Plaza: Kläger sieht Anwohner als Gewinner

René Rödiger, 20. Oktober 2016, 06:56 Uhr
Feiernde Gäste im Bolgen Plaza.
Feiernde Gäste im Bolgen Plaza.
© KEYSTONE/Martin Ruetschi
Das Urteil des Bundesgerichts sorgte bei vielen Leuten auf Unverständnis: Das beliebte Après-Ski-Restaurant «Bolgen Plaza» in Davos muss künftig um 19 Uhr schliessen. Jetzt äussert sich der Kläger.

Gegenüber der «Südostschweiz» hat der Anwalt des Klägers eine Stellungnahme abgegeben. Darin heisst es, dass der Mann, als Vermieter von angrenzenden Wohnungen, wegen der Lärmbelästigungen Anfragen wegen Mietreduktionen hatte. Obwohl der Kläger diese Reduktionen nicht geben konnte, habe er seinen Mietern versprochen, sich dafür einzusetzen, «dass auf dem Bolgen der rechtmässige Zustand hergestellt wird».

Der Beschwerdeführer habe nun sein Versprechen eingelöst. Im Schreiben heisst es, dass «einzig die Bergbahnen Davos Klosters als Verliererin vom Platz geht». Die Sieger seien die Anwohner und die anderen Gastronomiebetrieber in Davos, die nun nicht mehr durch einen widerrechtlichen Abendbetrieb aus der Landwirtschaftszone konkurrenziert werden.

Das Bundesgericht hat entschieden, dass das Restaurant «Bolgen Plaza» um 19 Uhr schliessen müsse. Es steht in der Landwirtschaftszone und darf nur so lange geöffnet bleiben, wie es Wintersportaktivitäten gebe. Die Gemeinde Davos will nun eine Lösung finden, eine Umzonung ist jedoch laut «Südostschweiz» praktisch unmöglich.

René Rödiger
Quelle: red.
veröffentlicht: 20. Oktober 2016 06:55
aktualisiert: 20. Oktober 2016 06:56