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Mehr Schutz

Bündner Regierung bewilligt zwei Lawinenschutz-Projekte

12. Juli 2021, 11:32 Uhr
Die Bündner Regierung hat rund 680'000 Franken für ein Lawinensprengkonzept in Pontresina sowie 1,1 Millionen Franken für die Erweiterung der Lawinenverbauung in der Gemeinde Valsot genehmigt.
Die Lawinenverbauung in der Gemeinde Valsot GR reicht nicht aus, um die Kantonsstrase zu schützen. Sie soll deshalb für 1,1 Millionen Franken erweitert werden.
© Kanton Graubünden

Mit dem Projekt «Künstliche Lawinenauslösung Muragls-Choma» in Pontresina sollen Lawinensprengungen nicht mehr wie bisher aus dem Helikopter oder mit Minenwerfern erfolgen. Geplant seien fünf ortsfeste Lawinensprengmasten, heisst es in der Mitteilung der Regierung vom Montag.

Geschützt wird damit das Siedlungsgebiet Chantatsch mit mehr als 30 Wohnhäusern. Seit 1970 werden dort regelmässig Lawinen ausgelöst. Ein Gutachten des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung zeigte aber, dass damit keine ausreichende Sicherung des Gebiets erreicht wird.

Weiter hat die Regierung einen Kantonsbeitrag von 1,1 Millionen Franken für die Erweiterung der Lawinenverbauung «Mingèr - Martina» in der Gemeinde Valsot genehmigt. Dort wurde bereits eine 240 Meter lange Steinschlag- und Lawinengalerie errichtet, die die Kantonsstrasse vor sieben Lawinenzügen schützt. Östlich und westlich gebe es aber drei weitere Lawinenzüge, die für die Strasse eine Gefahr darstellten, heisst es in der Mitteilung.

Deshalb soll nun die Galerie erweitert werden. Geplant sind Dreibeinböcke, dazu sollen 500 Bäume gepflanzt werden, vorgesehen sind aber auch Steinschlagschutznetze oder Holz-Stahlschneebrücken.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. Juli 2021 11:32
aktualisiert: 12. Juli 2021 11:32