Kriminalitätsstatistik

Graubünden: Gewalt gegen Beamte hat zugenommen

23. März 2020, 13:02 Uhr
In Graubünden hat die Gewalt gegen Beamte zugenommen. (Symbolbild)
© Keystone/DPA/BORIS ROESSLER
Im Kanton Graubünden sind die schweren Gewaltdelikte im Vergleich mit dem Jahr 2018 zurückgegangen, dafür sind die Straftaten gegen Beamte angestiegen. Sie müssen sich mehr mit Gewalt und Drohungen auseinandersetzen als noch ein Jahr zuvor.

Der Kanton Graubünden hat die Kriminalitätsstatistik 2019 herausgegeben. Dabei fällt besonders auf, dass die Gewaltdelikte gegen Beamte zugenommen haben. Dazu gehören gehören Drohungen, Tätlichkeiten, einfache Körperverletzungen, Raufhandel und Gewalt. Beim Raufhandel ist eine Zunahme von 42 auf 59 Fälle zu verzeichnen. Auch die Zahl der Gewalt und Drohungen gegen Beamte ist von 40 auf 50 gestiegen. 

Rückgang bei schweren Gewaltstraftaten

Gesamthaft wurden in Graubünden 9023 Straftaten erfasst, 49 mehr als im Jahr 2018. Verstösse gegen das Strafgesetzbuch, das Betäubungsmittelgesetz und das Ausländer- und Integrationsgesetz sind um 385 Straftaten zurückgegangen. 

Vergewaltigungen haben zugenommen

Bei den schweren Gewaltstraftaten ist die Zahl von 39 auf 32 zurückgegangen. Darunter sind zwei Tötungsdelikte und 14 Vergewaltigungen. Die Vergewaltigungen haben um fast die Hälfte zugenommen, 2018 waren es noch acht Fälle. «Somit ist eine Zunahme um 75 Prozent bei Vergewaltigung und bei Freiheitsberaubung offenkundig, während schwere Körperverletzungen mit -41 Prozent abgenommen haben», heisst es im Communiqué.

(sk)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 23. März 2020 13:02
aktualisiert: 23. März 2020 13:02