Arosa

Hirsch mit sechs Kilo Plastik im Bauch erlegt

17. Dezember 2019, 09:03 Uhr
Hirsche werden von Fütterungen in die Siedlungen gelockt.
© Kapo GR
Weil der Hirsch immer öfter in Arosa und Langwies um die Häuser zog, musste ihn die Wildhut erlegen. Bei seiner Untersuchung fanden die Verantwortlichen sechs Kilo Plastik im Bauch des Hirsches, darunter Netze von Vogelfutter, Plastikhandschuhe und Schnüre.

Fütterungen locken Wildtiere in Siedlungen, obwohl noch keine Wintersnot herrscht. Dies wurde einem Hirsch in Arosa zum Verhängnis: Das Wildtier hat nebst Kompost und Vogelfutter auch eine ganze Menge Plastik gefressen.

Sechs Kilo Müll im Magen

Weil der Hirsch durch sein Verhalten zum Sicherheitsrisiko wurde, musste die Wildhut ihn erlegen. Bei der Untersuchung des Kadavers kam das Problem zum Vorschein: Ein ganzer Berg Plastik fand sich im Magen des Tieres, ein Teil davon war schon jahrelang im Körper des Tieres. Trotz der sechs Kilo Müll war der Hirsch leichter als ein normales Tier in seinem Alter.

Fütterung von Wildtieren ist eigentlich verboten

Auch wenn das Bündner Jagdgesetz die Fütterung von Hirschen grundsätzlich verbietet, werden die Wildtiere immer wieder durch Nahrungsquellen in die Siedlingen gelockt. Dabei überqueren die Tiere Strassen, Zuglinien und Zäune, was sie zu einer Gefahr macht.

Durch Fütterung verlieren Tiere ihre Scheu

Dadurch, dass das Futter oftmals in Plastik eingewickelt ist, nehmen Hirsche, Rehe und andere wilde Tiere auch den Plastik zu sich. Diesen können die Tiere nicht mehr ausscheiden. Ausserdem verlieren sie durch das ausgelegte Futter ihre natürliche Scheu und fliehen nicht vor Menschen.

Foto Plastikabfall Wildtierfuetterung
© Kapo GR

Quelle: Kapo GR
veröffentlicht: 17. Dezember 2019 08:58
aktualisiert: 17. Dezember 2019 09:03