Napa kriegt zwei Bärenfreunde

Sarah Lippuner, 18. Januar 2019, 09:38 Uhr
Ende Januar sollen im Bärenland Arosa zwei weitere Bären eintreffen. Die beiden Zuzügler werden notfallmässig aus ihrem Käfig in Albanien befreit. Auf sie wartet in der Schweiz ein sehr viel grosszügigeres Zuhause.

Seine drei Hektare muss Napa, der bisher einzige Bär im Arosa Bärenland, bald mit zwei anderen Bären teilen. Der Umzug der Bären von Albanien in die Schweiz soll so schnell wie möglich geschehen, meldet die Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Die beiden 13-jährigen Bären, ein Männchen und ein Weibchen, leben zurzeit in einem Mini-Zoo in der albanischen Stadt Shkoer.

Hier haben sie ein trauriges Dasein in einem nur 60 Quadratmeter kleinen Käfig. Da sich Besucher und Touristen immer mehr kritisch gegen die Bärenhaltung äussern, will der Besitzer den Mini-Zoo nun schliessen. Im Video siehst du, wie wenig Platz die Bären haben.

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Viel mehr Platz

Die Stiftung Arosa Bären handelte daher schnell und hat die notwendigen Abklärungen vorgenommen, um die Unterbringung der beiden Bären zu ermöglichen. Eine Herausforderung ist der kurzfristige Transport und die Betreuung. Die Tierpfleger, die in der Wintersaison ein reduziertes Pensum haben, sind aber bereit, Extrastunden zu leisten. Da es im Bärenland Arosa Platz für fünf Bären hat, reicht der Platz zur Genüge.

Die Freude über die Befreiung der Bären ist gross: «Wir sind sehr froh, dass die Bären im Arosa Bärenland ein neues Leben in natürlicher Umgebung werden beginnen können», schreibt Alexandra Mandoki, Länderchefin von Vier Pfoten, in einer Medienmitteilung.

Napa fühlt sich wohl in Arosa

Dass die Anpassung an die natürliche Bärenlandschaft funktioniert, zeigt Napa den Mitarbeitern jeden Tag. Der letzte Zirkusbär aus Serbien hat in Arosa zu seinem natürlichen Bärenverhalten zurückgefunden. Wie wohl er sich fühlt, zeigte er den Tierpflegern diesen Winter mit dem erstmaligen Antreten einer Winterruhe. Diese treten Bären nämlich nur an, wenn sie sich sicher, gut genährt und wohl fühlen.

Sarah Lippuner
Quelle: red.
veröffentlicht: 18. Januar 2019 08:28
aktualisiert: 18. Januar 2019 09:38