Studie

Ökonomen erwarten guten Sommer für Schweizer Tourismus

16. Juni 2022, 13:48 Uhr
Die Sterne für den Schweizer Tourismus stehen offenbar gut. Das legt zumindest eine Studie nahe. So dürften zwar die Buchungen der Schweizer zurückgehen, jedoch wird bei Gästen aus Fernmärkten wie den USA eine Steigerung erwartet.
2021 war für Graubünden touristisch gesehen ein gutes Jahr. Die Menschen zog es während der Pandemie vermehrt in ruhige und ländliche Gebiete.
© Keystone

Das aktuelle Weltgeschehen macht der Reisebranche noch immer zu schaffen. So wirkt sich die Coronapandemie nach wie vor negativ auf die Zahlen aus. Auch die zahlreichen Flugstreichungen der Swiss kommen für die Tourismusbranche ungelegen. Doch trotzdem: Der Sommer dürfte ein erfreulicher werden. So prognostiziert es zumindest eine Studie von BAK Economics, einem Wirtschaftsforschungsinstitut, wie die Branchenzeitung «htr hotelrevue» schreibt.

Mehr Gäste aus Fernmärkten und Europa

«Das Total der Übernachtungen dürfte sich gegenüber dem Sommer 2021 klar erhöhen», wird aus der Studie zitiert. Die Gründe dafür dürften der Wegfall der meisten Corona-Massnahmen sowie die gesteigerte Reiselust der Leute sein. Vor allem die im Sommer 2021 noch grösstenteils weggebliebenen Gäste aus den Fernmärkten dürften vermehrt wieder den Weg in die Schweiz finden. Insbesondere bei den Gästen aus den USA wird ein Anstieg erwartet. So soll sich die Anzahl Logiernächte aus den Fernmärkten voraussichtlich verdreifachen.

Weitere positive Impulse dürften von europäischen Gästen kommen. Wegen der besseren Reisebedingungen gehe die Studie von 36 Prozent mehr Logiernächten gegenüber der Vorjahresperiode aus, so die Branchenzeitung.

Schweizer zieht es wieder ins Ausland 

Laut Studie wird es die Schweizer Bevölkerung vermehrt ins Ausland ziehen. Gegenüber dem guten Sommer 2021 wird eine Reduktion um 16 Prozent erwartet. Trotzdem dürfte das Niveau der inländischen Logiernächte noch immer gut 10 Prozent höher sein als vor der Pandemie.

Bei der Bündner Hotellerie wird im Sommer ein Gästeverlust erwartet. Genauer gesagt prognostizieren die Ökonomen im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 5,6 Prozent bei den Übernachtungen. Damit gleicht sich die Zahl langsam der langjährigen Norm an. Während der Pandemie verzeichnete Graubünden gut 60 Prozent Schweizer Gäste – Rekord. Dies, weil es die Bevölkerung vermehrt in ruhige und ländliche Gebiete zog.

(mle)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 16. Juni 2022 21:18
aktualisiert: 16. Juni 2022 21:18
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