Graubünden

Wolf erfolgreich mit GPS-Halsband versehen

31. März 2021, 09:29 Uhr
Der Wolf ist im Bündnerland auf dem Vormarsch. (Symbolbild)
© Keystone
Wildhüter konnten am Samstag im Rheinwald ein Wolf des Beverinrudels mit einem GPS-Halsband versehen. Durch die Besenderung soll unter anderem auch eine Vergrämungswirkung erreicht werden. Das Halsband liefert ausserdem Informationen über das Raumverhalten der Tiere.

Der Wolf ist am Samstagabend zu einem gerissenen Wildtier zurückgekehrt. Dort konnte die Wildhut, welche sich vorgängig in der Nähe des Kadavers eingerichtet hat, das Raubtier mit einem Betäubungspfeil ruhigstellen. Beim Wolf handelt es sich um ein 35 Kilogramm schweres Tier. Nach der Entnahme von verschiedenen Proben und dem Versehen eines GPS-Halsbandes wieder freigelassen werden, wie der Kanton Graubünden mitteilt.

Vergrämung durch Besenderung

Durch die Besenderung kann der Aufenthalt des Wolfes ermittelt und seine Bewegungen verfolgt werden. Das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) erhofft sich dadurch neue Erkenntnisse über das Verhalten und die bevorzugten Aufenthaltsorte der Wölfe zu gewinnen. Ein weiterer Zweck der Besenderung ist die vergrämende Wirkung. Ein Wolf, welcher eine entsprechende Behandlung und Besenderung mit einem negativen Erlebnis in der Nähe von menschlichen Einrichtungen in Verbindung setzt, sollte die Nähe zu Menschen in Zukunft stärker meiden.

Wolf in Nufenen beobachtet

Einzelne Wölfe halten sich auch tagsüber in Siedlungsnähe auf und zeigen wenig scheu gegenüber dem Menschen. Am Mittwoch, 25. März 2021, konnte in Nufenen ein einzelner Wolf von mehreren Personen beobachtet und gefilmt werden. Die Wildhut beobachtet die Situation vor Ort mit grossem Aufwand. Bei Wölfen, die sich tagsüber in Siedlungsnähe aufhalten oder sich auch anderweitig auffällig verhalten, sind die Mitarbeiter des AJF angehalten, nach Möglichkeit eine Vergrämung vorzunehmen. 

(pd/red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 31. März 2021 09:29
aktualisiert: 31. März 2021 09:29