Junge Schwinger trainieren in Wildhaus

Lara Abderhalden, 31. Juli 2019, 20:46 Uhr
Die jungen Schwinger sind in Wildhaus im Trainingscamp.
Die jungen Schwinger sind in Wildhaus im Trainingscamp.
© TVO/Anja Müggler
Sie sind jung, motiviert und voller Sägemehl: Nachwuchsschwinger der ganzen Schweiz trainieren diese Woche im Toggenburg. In Wildhaus geben ihnen erfahrene und ehemalige Schwinger Tipps und zeigen ihnen Tricks. Unter den Profis ist auch Schwingerkönig Matthias Sempach.

70 Jungschwinger aus der ganzen Schweiz arbeiten diese Woche im Oberdorf in Wildhaus an ihrer Technik. Dabei bekommen sie Unterstützung der besten Bösen - am Mittwoch von Matthias Sempach. Sein Tipp für eine erfolgreiche Karriere ist: «Es braucht Leidenschaft am Sport. Die Freude an der Sache ist sehr wichtig und natürlich auch ein gutes Umfeld. Man muss gesund bleiben und von Jahr zu Jahr besser werden.»

Sempach ist ein Idol

Dazu gehört auch das Lernen des richtigen Einwärmens. Dass die Tipps ausgerechnet von einem Schwingerkönig kommen, ist eine grosse Ehre für die Jungschwinger und nochmals einen Ansporn, alles zu geben. «Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich von Matthias Sempach lernen kann», sagt einer der Buben. Ein anderer findet die Situation etwas speziell aber, «es ist schon cool, einem grossen Schwingerkönig zuzuschauen, wie er schwingt und mir sagt, was ich gut oder schlecht mache.»

Die Gelegenheit, mit Matthias Sempach zu trainieren, nutzen viele der Jungschwinger auch, um ein Autogramm zu holen oder ein Erinnerungsfoto zu machen: «Man merkt, dass sie Freude haben», sagt der Schwingerkönig, «Sie werden die Kärtli bestimmt aufhängen, wie ich das früher gemacht habe. Es ist eine gute Sache.»

«Wünsche mir 100 Kränze»

Im Vordergrund steht aber das Training mit ihrem grossen Vorbild. Schliesslich wollen die Jungschwinger selbst einmal das erreichen, was Matthias Sempach geschafft hat: Ein Schwingerkönig werden. «Ich möchte sicher einen Eidgenössischen Kranz», sagen gleich mehrere Jungschwinger. Einer von ihnen will 100 Kränze. Ein anderer wünscht sich einfach, unfallfrei schwingen zu können und irgendwann ein Muni mit nach Hause zu nehmen.

Ziele, die derzeit noch in weiter Ferne liegen und viel Disziplin fordern, weiss der Berner Matthias Sempach aus Erfahrung: «Alle Erfolge sind schön und gut, aber jeder dieser jungen Schwinger hat noch einen langen Weg vor sich, bis er es ganz nach oben schafft.»

Aber Übung macht den Meister. Die jungen Schwinger werden dieses Jahr das Eidgenössische Schwingfest noch von der Tribüne aus verfolgen müssen, aber wer weiss, vielleicht sind sie die zukünftigen Bösen, die einen Kranz nach dem anderen gewinnen.

 

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Quelle: TVO

Lara Abderhalden
Quelle: TVO/Anja Müggler
veröffentlicht: 31. Juli 2019 20:43
aktualisiert: 31. Juli 2019 20:46