Kleinkind mit Masern infiziert

Nina Müller, 24. Mai 2019, 16:30 Uhr
Ein Kleinkind in Dornbin hat sich mit Masern infiziert. Dies bestätigt Sanitätsdirektor Wolfgang Grabher. (Symbolbild)
Ein Kleinkind in Dornbin hat sich mit Masern infiziert. Dies bestätigt Sanitätsdirektor Wolfgang Grabher. (Symbolbild)
© iStock
Bei einem Kleinkind aus Dornbirn wurde anhand von Blutuntersuchungen Masern festgestellt. Mehr als hundert Personen wurden wegen einer möglichen Infizierung kontaktiert.

Die möglich infizierten Menschen sind mittlerweile alle kontaktiert worden. «Mehr als hundert Personen ist eine grosse Anzahl», sagt Wolfgang Grabher, Sanitätsdirektor, gegenüber FM1Today. Die Betroffenen haben entweder ihren Impfpass vorgelegt oder ihr Blut auf den Erreger untersuchen lassen. Zehn bis 15 Personen müssen Zuhause bleiben, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie infiziert sind.

Kind hatte nicht den typischen Ausschlag

Grund für die vielen möglichen Infizierten ist, dass das Kleinkind nicht den typischen Ausschlag hatte. Deshalb kam der Verdacht auf Masern nicht auf. Mit hohem Fieber wurde das Kind ins Spital gebracht. Erst durch die regulären Blutuntersuchungen wurde der Virus festgestellt berichtet vol.at.

Bis dahin war das infizierte Kind mit Krankenhausangestellten, Ärzten, Familienmitgliedern und Bekannten in Kontakt. Die Inkubationszeit von Masern beträgt vier Tage vor Ausbruch und vier Tage nach Ausbruch.

Möglich Infizierte müssen Zuhause bleiben

Wo sich das Kind infiziert hat ist nicht klar. «Das Kleinkind hatte im Umfeld niemanden mit Masern. Da es noch jünger ist als neun Monate ist, konnte es noch nicht geimpft werden», sagt Grabher. Mittlerweile hat es sich fast gänzlich von der Krankheit erholt und konnte wieder nach Hause.

Ebenfalls Zuhause sind die zehn bis 15 Personen bei denen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sie infiziert sind. Das österreichische Epidemie-Gesetz schreibt vor, dass möglich infizierte Menschen bis zum Ergebnis des Bluttests ihr Zuhause nicht verlassen dürfen. Grabher erwartet die Ergebnisse der Bluttests Anfang nächster Woche. Dann zeigt sich ob und wie viele Personen sich tatsächlich angesteckt haben.

Nina Müller
Quelle: red.
veröffentlicht: 24. Mai 2019 16:30
aktualisiert: 24. Mai 2019 16:30