Kurzentschlossene überannten Ticket-Desk

Angela Mueller, 29. Juni 2019, 20:45 Uhr
Der Bändeltausch am Bahnhof St.Gallen läuft harzig, eine riesige Warteschlange hat sich gebildet. Kurzentschlossene Openair-Gänger haben den Welcome Desk förmlich überrannt, die Besucher nehmen die Wartezeit aber gelassen.

Die Warteschlange am Bahnhof St.Gallen hat sich am frühen Samstagnachmittag zeitweilig bis in die Mitte der Bahnhofunterführung erstreckt. Viele mussten sich bis zu einer Stunde und länger gedulden, bevor sie mit ihrem Bändel ins Sittertobel konnten. «Ich war ehrlich gesagt etwas überrascht, als ich aus dem Zug kam und es hier so viele Leute hatte», sagt beispielsweise Angela aus Zug.

Alle wollen gleichzeitig ans OASG

Eine grosse Anzahl kurzentschlosse Openair-Besucher sei um 14 Uhr gleichzeitig angereist. «Deshalb ist der Welcome-Desk am Bahnhof Nord förmlich überrannt worden», sagte Nora Fuchs, Medienchefin des OpenAir St.Gallen, gegenüber dem Tagblatt.

Die Organisatoren haben dann rasch reagiert und zusätzliche Welcome-Desks geöffnet. «Ich habe vor einer Stunde entschieden, spontan noch ans OpenAir zu gehen und dachte, am späteren Nachmittag loszugehen sei eine gute Idee. Jetzt bin ich komplett überrumpelt von den vielen Menschen hier», sagt Caroline aus Winterthur. Eine knappe Stunde hat sie gebraucht, um ihren Bändel zu kriegen. «Als ich ankam dachte ich, es gehe länger.»

© FM1Today/Stefanie Rohner

Lage hat sich rasch beruhigt

Gegen 16 Uhr hat sich die Lage entspannt, die Warteschlangen werden wieder kleiner. Die Wartenden haben die Situation gelassen genommen und sich wohlwollend in Geduld geübt.« Alles halb so schlimm», sagt Christopher. Unproblematisch blieb die Situation im Breitfeld, dort herrscht kein übermässiger Andrang.

Im Interview mit FM1Today sagte Christof Huber am Samstagmittag, viele würden sich dank des guten Wetters spontan für einen Besuch des OASG entscheiden, das Festival sei nicht ausverkauft. «Die Infrastruktur auf dem Gelände ist für eine grosse Besucherzahl ausgelegt, das gute Wetter ist für uns ein Segen», sagt Huber.

Angela Mueller
Quelle: red.
veröffentlicht: 29. Juni 2019 16:19
aktualisiert: 29. Juni 2019 20:45