Mann springt auf fahrenden Zug

Krisztina Scherrer, 5. Juli 2018, 14:31 Uhr
Der Mann blieb unverletzt.
Der Mann blieb unverletzt.
© instagram / tabibitoninaritai
Vergangenen Sonntag musste im «Railjet 166», der von Wien nach Zürich unterwegs war, in Sevelen die Notbremse gezogen werden. Grund dafür war ein Passagier, der auf den Zug aufgesprungen ist.

Eine Raucherpause mit Folgen: Zwei Passagiere des «Railjet 166» haben am Bahnhof von Buchs eine Zigarettenpause eingelegt. Zu spät haben die beiden gemerkt, dass der Zug schon wieder in Bewegung ist. «Ein 62-Jähriger ist dann zwischen dem letzten Personenwagen und dem letzten Triebwagen aufgesprungen und auf den Puffern bis nach Sevelen mitgefahren», bestätigt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, den Vorfall gegenüber FM1Today.

Passagier wollte Gepäck retten

«Der Zugführer hat in Sevelen bemerkt, dass sich ein Mann zwischen den Zugwaggons befindet und hat die Polizei informiert», sagt Krüsi. Der Grund weshalb er aufgesprungen ist, ist simpel: «Er wollte sein Gepäck und das des anderen Passagiers retten. Er hatte wohl Angst, dass er seine Sachen in Zürich nicht mehr bekommt.»

Staatsanwaltschaft ergreift Strafmassnahmen

Der Mann blieb unverletzt, was alles andere als selbstverständlich ist: «Er hätte zwischen den Waggons herunterfallen können.» Die Kantonspolizei hat den 62-Jährigen zwar nicht verhaftet, doch sein Vergehen «gegen den Öffentlichen Verkehr» wurde der Staatsanwaltschaft gemeldet. Sie wird das Vergehen des Mannes beurteilen und allenfalls Strafmassnahmen ergreifen.

Krisztina Scherrer
Quelle: sk
veröffentlicht: 3. Juli 2018 12:40
aktualisiert: 5. Juli 2018 14:31