Mit Laserblockern gegen Radarfallen

Sandro Zulian, 28. September 2017, 05:55 Uhr
Für manche Autolenker ein Hassobjekt: Radaranlagen .
Für manche Autolenker ein Hassobjekt: Radaranlagen .
© Hanspeter Schiess, St.Galler Tagblatt
In Österreich hat die Polizei 13 Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, die mit illegalen technischen Hilfsmitteln versucht haben, Radarfallen zu übertölpeln. In der Schweiz sind «Laserblocker» unbekannt.

Im Wiener Stadtbezirk Döbling hat die Polizei am Montag 13 sogenannte Laserblocker eingezogen. Mithilfe dieser werden Messungen mit Laserpistolen unmöglich. Wie «vol.at» schreibt, werden Laserblocker meistens im Bereich des Nummernschilds an der Front des Wagens eingebaut. Sie senden Impulse aus, die die Messgeräte der Polizei stören.

Wagen mit fixfertigem Laserblocker

In Österreich müssen solche «Laser-Sünder» die Geräte auf der Stelle ausbauen, sonst dürfen sie nicht weiterfahren. In unserem östlichen Nachbarland sind die Geräte offenbar ein grosses Problem. Sie werden im grossen Stil eingebaut, oft bieten Händler Autos mit bereits eingebauten Laserblockern an. Rechtlich sei das bedenklich, heisst es in Österreich.

In der Ostschweiz mehrheitlich unbekannt

«Bei der Kantonspolizei Thurgau sind diese Laserblocker im Moment noch kein Thema», sagt Mediensprecher Mario Christen. Man werde aber weitere Ermittlungen in die Wege leiten, falls ein solches Gerät einmal gefunden werden sollte. Auch bei der Kantonspolizei Graubünden klingt es ähnlich: «Falls jemand ein solches Gerät verbaut hat, wird der Lenker angezeigt.» Das Gerät werde in jedem Fall sichergestellt. Und die Kantonspolizei St.Gallen schlägt in die selbe Kerbe: «So etwas hat es bei uns noch nicht gegeben», lässt sich Mediensprecher Hanspeter Krüsi zitieren. Bis jetzt sind die Laserblocker in der Schweiz noch unbekannt und ungenutzt. In Österreich darf allerdings per Navi und per Radio vor Polizeikontrollen gewarnt werden. In der Schweiz ist beides nicht erlaubt. Wer weiss, wann die ersten Laserblocker ihren Weg auch in die Schweiz finden.

(saz)

 

 

Sandro Zulian
veröffentlicht: 28. September 2017 05:55
aktualisiert: 28. September 2017 05:55