Oberhelfenschwil

Nach Hausbrand: Kinder können sich retten – Eltern sterben in den Flammen

23. Dezember 2021, 11:25 Uhr
In einem Einfamilienhaus in Oberhelfenschwil ist ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr konnte den Brand unter Kontrolle bringen. Zwei Bewohner wurden vermisst, inzwischen ist klar, sie sind verstorben. Es handelt sich dabei um die Eltern von zwei Kindern im Alter von 12 und 14 Jahren.
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Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli / BRK News

In Oberhelfenschwil ist am Donnerstag ein Feuer in einem Einfamilienhaus ausgebrochen. Wie die Kantonspolizei St.Gallen in einer Mitteilung schreibt, konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Zwei Bewohner hätten das Haus rechtzeitig verlassen können. Sie wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst ins Spital gefahren.

«Traurige Gewissheit» – Eltern sind verstorben

Nach dem Brand wurden zwei Personen vermisst, nun hat die Polizei «die traurige Gewissheit, dass die vermissten Personen sich im Haus befunden haben und verstorben sind», teilt die Polizei mit. Bei den beiden Verstorbenen dürfte es sich um einen Mann und eine Frau, im Alter von 50 und 46 Jahre, handeln. «Ihre beiden Kinder im Alter von 12 und 14 Jahren konnten das Haus rechtzeitig verlassen», heisst es in der Medienmitteilung.

«Nach dem Brand konnte die Feuerwehr nicht ins Haus, weil es immer wieder neue Brandherde  und eine starke Rauchentwicklung gab», sagt Pascal Häderli, Sprecher der Kantonspolizei.

Kinder werden durch Angehörige betreut

Weshalb sich die Kinder retten konnten und die Eltern nicht ist noch völlig unklar. «Wir gehen davon aus, dass sie sich nicht auf dem gleichen Stockwerk befunden haben. Aber das ist noch rein spekulativ», sagt Häderli.

Die beiden Kinder werden durch Angehörige mit Unterstützung der Gemeinde, der Sozialbehörden sowie der Kantonspolizei St.Gallen betreut.

Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt und wird durch Spezialisten des Kompetenzzentrums Forensik der Kantonspolizei St.Gallen abgeklärt. Das Haus wurde durch den Brand stark beschädigt und ist nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sachschaden beträgt mehrere hunderttausend Franken.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 23. Dezember 2021 08:14
aktualisiert: 23. Dezember 2021 11:25
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