«Nicht der Schnee ist schuld an Unfällen»

Nina Müller, 5. Februar 2019, 06:32 Uhr
Im schneebedeckten FM1-Land hat es in den letzten 24 Stunden an vielen Orten geknallt. Die Kantonspolizei St.Gallen musste wegen rund 24 Unfällen ausrücken. Im Thurgau kam es zu zwölf Verkehrsunfällen.

Wenn viel Schnee liegt, kommt es immer wieder zu Unfällen. «Dies liegt aber nicht am Schnee, sondern an den Autofahrern», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Auch die Kantonspolizei St.Gallen stellt fest, dass die meisten Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit an die Strassen- und Witterungsverhältnisse passieren. Auch das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes sei ein häufiger Grund für Unfälle bei winterlichem Wetter.

24 Verkehrsunfälle in St.Gallen

Die Kantonspolizei St.Gallen verzeichnete seit Sonntag 24 Verkehrsunfälle. Verletzt wurde eine Frau, die in Henau auf der Autobahn A1 ins Schleudern geriet und in die rechte Leitplanke prallte. Sie suchte mit leichten Verletzungen selbst ein Spital auf. Im Thurgau kam es zu zwölf Verkehrsunfällen. «Hauptsächlich reden wir hier von Selbstunfällen. Verletzt wurde niemand», sagt Matthias Graf. In Graubünden gab es lediglich drei Unfälle auf schneebedeckter Strasse, was daran liegen mag, dass es in Graubünden nicht so stark schneite wie im restlichen FM1-Land. In Appenzell Ausserrhoden ist es lediglich zu einem Verkehrsunfall gekommen – in Appenzell Innerrhoden gab es gar keine Unfälle.

«Gute Winterpneus sind das A und O»

Am wichtigsten sind im Winter gute Pneus. «Autos brauchen nicht zwingend einen Allrad-Antrieb. Ein gutes Profil der Reifen ist das A und O», sagt Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden. Weiter sei es wichtig, die Geschwindigkeit anzupassen und sich genügend Zeit zu lassen.

Nina Müller
Quelle: Kapo SG/Kapo TG/Kapo GR/red.
veröffentlicht: 4. Februar 2019 19:57
aktualisiert: 5. Februar 2019 06:32