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Ostschweizer rief zu Bundeshaus-Sprengung auf – 5000 Franken Strafe

21. April 2021, 09:57 Uhr
Ein Ostschweizer Informatiker rief zur Sprengung des Bundeshauses auf.
© KEYSTONE/ANTHONY ANEX
Ein 49-jähriger Informatiker aus der Ostschweiz hat in Telegram-Gruppen zur Stürmung und Sprengung des Bundeshauses aufgerufen. Die Polizei ist dem Corona-Skeptiker auf die Schliche gekommen. Die St.Galler Staatsanwaltschaft hat nun einen Strafbefehl ausgestellt.

Dem Ostschweizer Corona-Skeptiker drohen wegen mehrfacher öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder zur Gewalttätigkeit 5000 Franken Busse, wie das «St.Galler Tagblatt» schreibt. Der Mann hatte in der Telegram-Gruppe «der Sturm», in der Rechtsextreme, QAnon-Fanatiker und Impfskeptiker zum Widerstand gegen die Corona-Massnahmen aufrufen, diverse Drohungen ausgesprochen. So postete er im Januar: «Berset und Co. auf den Stuhl und in jeden Finger einen Eisenzahnstocher reinschlagen. Nicht umlegen. Es muss wehtun und die Wahrheit muss raus ans Volk.»

Auch rief er zur Sprengung des Bundeshauses auf. «Wir müssen alle aufstehen. Das ist Selbstverteidigung – und am besten nix sagen und das Bundeshaus mit C4 sprengen.» C4 ist die Bezeichnung eines militärisch verwendeten Sprengstoffs. «Unauffällig im Rollstuhl hinfahren, anschauen, mit Freundin schmusen, C4 setzen, bis rings um das Bundeshaus C4 liegt – dann geht man nach Hause und sprengt.»

Der 49-Jährige hatte unachtsam gehandelt, weshalb die Polizei ihm auf die Schliche kam. Sonst ist es für Polizei wegen der Verschlüsselung des Messengers fast unmöglich, Telegram-Nutzer ausfindig zu machen.

(gbo)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 21. April 2021 09:57
aktualisiert: 21. April 2021 09:57