Krankheit

Ostschweizer Schweinezüchter fürchten sich vor Schweinepest

22. September 2020, 20:34 Uhr
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Quelle: tvo

Die Afrikanische Schweinepest ist hoch ansteckend und bedeutet für Schweinezüchter einen grossen Schaden: Gibt es einen Fall, müssen in der Regel alle Tiere geschlachtet werden. Vor knapp zwei Wochen kursierte die Pest erstmals in Deutschland.

Die Besitzer der Schweinezucht Doggen in Benken unternehmen alles um eine Ansteckung mit der Afrikanischen Schweinepest zu vehindern. Die Pest kursiert vor allem im Osten Europas, vor knapp zwei Wochen erstmals auch in Deutschland. Auch wenn der Fall mehrere 100 Kilometer weit weg ist, machen sich die Züchter grosse Sorgen. «Wir sind sehr wachsam. Wir verfolgen was in Deutschland abgeht und wie sie dort arbeiten und versuchen uns zu schützen», sagt Florian Steiner, Mitbesitzer der Schweinezucht Doggen, gegenüber TVO.

Während Schweinezüchter allgemein auf Seuchen und Krankheiten sensibilisiert sind, geht eine Gefahr von Touristen und Fernfahrern aus. Die Afrikanische Schweinepest ist als hochansteckend eingestuft. «Wir Schweinehalter werden die Schweinepest am wenigsten verbreiten. Jäger, Wildschwein oder Touristen schleppen sie eher ein», sagt Thomas Kempf, Präsident Suisseporcs Ostschweiz.

Die Einschleppung der Schweinepest in die Schweiz muss deshalb dringen verhindert werden. Ein Fall auf einem Zuchtbetrieb hat existenzbedrohende Folgen. «Wir müssten wahrscheinlich schliessen und die Tiere getötet werden», sagt Florian Steiner.

(red.)

Quelle: TVO
veröffentlicht: 22. September 2020 20:33
aktualisiert: 22. September 2020 20:34