Begleiteter Suizid

Ostschweizer Sterbehilfe-Fälle auf Höchststand

22. August 2020, 09:08 Uhr
Die Fälle von Sterbehilfe nehmen zu. 2019 entschieden sich in der Ostschweiz und Graubünden 122 Personen für den begleiteten Suizid.
Unter anderem wegen der steigenden Alterung nehmen die Sterbehilfe-Fälle in der Schweiz zu. (Symbolbild)
© Keystone

Die Sterbehilfe-Fälle befinden sich in der Ostschweiz auf einem Höchststand. 2019 nahmen in den Ostschweizer Kantonen 99 Personen den assistierten Suizid in Anspruch, in Graubünden waren es 23. Im Thurgau haben sich die Fälle zwischen 2018 (19 Fälle) und 2019 (35 Fälle) beinahe verdoppelt.

Die Nachfrage nach Suizidbeihilfe sei «anhaltend stark», sagt Jürg Wiler, Vizepräsident der Sterbehilfe-Organisation Exit, gegenüber dem St.Galler Tagblatt. Das liege an der steigenden Alterung, an der höheren Lebenserwartung und an der grösseren Wahrscheinlichkeit einer schweren Krankheit im Alter.

Exit zählt über 130'000 Mitlieder. Die Personen, welche sich 2019 begleiten liessen, waren durchschnittlich 78,2 Jahre alt. Die meisten entschieden sich wegen eines terminalen Krebsleidens für den begleiteten Suizid.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. August 2020 09:08
aktualisiert: 22. August 2020 09:08
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