Polizei gibt Entwarnung nach Bombendrohung

Angela Mueller, 23. September 2018, 16:19 Uhr
Mehrere Polizeiautos waren beim Bergrennen in Steckborn im Einsatz. Wie die Kantonspolizei Thurgau gegenüber FM1Today bestätigt, handelte es sich um eine Bombendrohung, die Polizei hat kurz vor 14 Uhr Entwarnung gegeben.

Die Bombendrohung ist kurz vor 11.30 Uhr für den Startbereich des Oldtimer-Rennens eingegangen. «Der Veranstalter hat sie per Telefon erhalten», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. «Die Räumung ist sehr ruhig verlaufen, es gab keinerlei Panik.» Kurz vor 14 Uhr konnte das Gelände und die Rennstrecke wieder freigegeben werden.«Die Polizei hat weder eine Bombe, verdächtige Gegenstände noch weitere Hinweise bekommen», sagt Graf. Die Ermittlungen der Polizei sind noch nicht abgeschlossen, so wird versucht herauszufinden, wer die Drohung ausgesprochen hat.

«Man muss solche Sachen einfach ernst nehmen», sagt Hanspeter Ryser, Medienverantwortlicher des Bergrennens. Die Polizei hatte den Startbereich evakuiert, rund 300 Personen wurden in Sicherheit gebracht. Die Beamten untersuchten den Bereich. Es war auch ein Sprengstoffspürhund im Einsatz, um eine mögliche Bombe zu finden.

Rennen bald wieder starten

Hanspeter Ryser wirkt kurz nach 14 Uhr ruhig am Telefon. Er schätzt, dass die «Bombendrohung von Seiten jener kommt, die Autorennen nicht mögen und einfach ein übler Streich war. Wir bedauern den Vorfall sehr.»

Die Besucher nahmen die Situation einigermassen gelassen. «Sie hatten Zeit zum Essen», sagt Ryser. Verlassen habe das Gelände kaum jemand. Die Veranstalter mussten am Nachmittag die Strecken etwas abkürzen, damit der Anlass gegen Abend fertig ist. Die nächste Gefahr ist bereits im Verzug, der Wind frischt gerade stark auf.

«Monaco der Oldtimer-Szene»

Rund 2500 Leute besuchen das Bergrennen. Wie auf der Homepage zu entnehmen ist, hat es eine lange Tradition: Das erste Rennen soll 1955 durchgeführt worden sein und gilt als das «Monaco der Oldtimer-Szene». Mehr als 280 klassische Autos und Motorräder sind für den Anlass am Bodensee gemeldet. Den Rennbetrieb leitet die Sportkommission des ACS Sektion Thurgau.

Einsitzige Rennwagen aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren und seltene und zum Teil einmalige Vorkriegsfahrzeuge, Motorräder mit und ohne Seitenwagen sind dabei und im Corso fahren Luxuslimousinen bekannter englischer und amerikanischer Marken.

(agm)

 

Angela Mueller
veröffentlicht: 23. September 2018 13:06
aktualisiert: 23. September 2018 16:19