«Polizist konnte im letzten Moment zur Seite»

7. Mai 2018, 10:01 Uhr
Ein Autofahrer hat sich am Sonntagabend mit der Polizei in der Ostschweiz eine Verfolgungsjagd geliefert. Die Flucht endete in einem Stau - dabei gefährdete er einen Polizisten in dem er ein Haltesignal missachtete.
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«Der Autofahrer überholte die Polizei am Sonntagabend linksherum bei einer Verkehrsinsel», erzählt Gian Andrea Rezzoli von der Kantonspolizei St.Gallen. Daraufhin nahm die Polizei die Verfolgung in Wagen einem Vorort von Rapperswil-Jona auf. Mit mehreren Haltesignalen versuchten sie den 29-jährigen Mann aus der Region Zürich zum Halten zu zwingen. Dieser fuhr stattdessen in «halsbrecherischer Manier» über die Autobahn A53 auf die A3, wie die Kantonspolizei St. Gallen mitteilte.

Überholte rechts und auf dem Pannenstreifen

«Bei der Verfolgungsjagd beging der Mann mehrere Verkehrsdelikte. Unter anderem fuhr er in hohem Tempo, er fuhr über die Sicherheitslinie und überholte auf der Autobahn rechts und auf dem Pannenstreifen», sagt Rezzoli. Dadurch gefährdete er mehrere Verkehrsteilnehmer: «Es ist immer heikel, wenn jemand viel zu schnell rechts oder auf dem Pannenstreifen überholt. Wenn jemand falsch reagiert, kann es schnell zu einem Unfall kommen.»

Dazu kam es nicht. Wäre es aber beinahe: «Kurz bevor der Mann bei Thalwil angehalten wurde, gefährdete er einen Polizisten. Der Polizist gab dem Mann ein Haltezeichen, dieses missachtete der Fahrer. Der Polizist konnte im letzten Moment zur Seite, sonst wäre er gefährdet gewesen.»

Mann war in nicht fahrfähigem Zustand

Rund 50 Kilometer weit verfolgte die Polizei den Mann. Am Schluss war es der Stau in Thalwil, der den Fahrer stoppte und ihn zwang, seine Flucht zu beenden. «Wir haben den Mann verhaftet und eine Blutprobe angeordnet.» Laut Polizei war der Mann in nicht fahrfähigem Zustand. Die genauen Umstände und Hintergründe werden untersucht. Der Führerausweis wurde dem Mann auf der Stelle abgenommen, welche weiteren Strafen im blühen, sei Teil der Ermittlungen.

An der Verfolgungsfahrt waren Beamte der Kantonspolizeien Zürich, Schwyz und St. Gallen beteiligt, hiess es. Personen seien keine verletzt worden, auch sei kein Sachschaden entstanden.

Quelle: SDA
veröffentlicht: 6. Mai 2018 23:07
aktualisiert: 7. Mai 2018 10:01