Seealpsee: Betreten auf eigene Gefahr!

Angela Mueller, 17. Dezember 2016, 14:25 Uhr
Die Warntafel beim Seealpsee wurde am Freitag montiert - sie mahnt klar zur Vorsicht und hat einen hübschen Apostroph-Fehler.
Die Warntafel beim Seealpsee wurde am Freitag montiert - sie mahnt klar zur Vorsicht und hat einen hübschen Apostroph-Fehler.
© zvg
Der schwarz gefrorene Seealpsee ist ein Naturereignis, das dieses Wochenende bestimmt zahlreiche Touristen anziehen wird. Doch das Vergnügen ist nicht ganz gefahrlos.

Die Bilder vom gefrorenen Seealpsee unterhalb der Ebenalp gehen per soziale Medien rund um die Welt und da dieses Wochenende der Schnee für Wintersport fehlt, ist Schlittschuhfahren ausserhalb der Nebeldecke eine attraktive Alternative. Doch der Seealpsee wird nicht offiziell zum Betreten freigegeben. Vertreter der Polizei und des Appenzell Innerrhoder Landesbauamtes waren am Freitag vor Ort und haben die Situation eingeschätzt. «Vielerorts misst die Eisschicht zehn Zentimeter oder mehr, wobei diese Eisdicke nicht überall gleichmässig erreicht wird», heisst es in der offiziellen Stellungsnahme des Innerrhoder Umweltdepartements.

See kann nicht bewacht werden

Deshalb wurde heute eine grellrote Warntafel montiert: «Das Betreten des Seealpsees erfolgt auf eigene Verantwortung und auf eigenes Risiko» warnt das Baudepartement.«Wir können den See nicht offiziell freigeben, weil eine ständige Überwachung des Sees nicht möglich sein wird», sagt Franziska Wyss, Leiterin der Fachstelle Wasserbau und Naturgefahren. Doch auch das Eis ist nicht völlig regelmässig dick ausgebildet: «Insbesondere am Rand und gegen die offenen Wasserflächen hin nimmt die Eisschicht ab.»

Rettungsgeräte platziert

«Weil der See zudem zur Energiegewinnung gebraucht wird, können wir nicht abschätzen, ob unter der Eisschicht allenfalls Hohlräume entstehen könnten», sagt Wyss. Trotzdem: «Wir wollen es derzeit nicht verbieten, aufs Eis zu gehen.» Mit der Warntafel schützt sich der  ist der Kanton Appenzell Innerrhoden vor allem gegen Haftungsansprüche, falls doch etwas passieren würde. Ganz aus der Verantwortung ziehen sich die Behörden aber doch nicht: An zwei Stellen beim See wurden für den Notfall Rettungsgeräte platziert.

Angela Mueller
veröffentlicht: 17. Dezember 2016 07:22
aktualisiert: 17. Dezember 2016 14:25