Seit Mitternacht über 700 Einsätze

Laurien Gschwend, 2. September 2017, 14:21 Uhr
Aufgrund des starken Regens mussten die St.Galler und Ausserrhoder Feuerwehren seit Mitternacht über 700 Mal ausrücken, meist wegen überfluteter Strassen, Keller und Garagen. Das Einkaufszentrum Rheinpark in St.Margrethen steht ebenfalls unter Wasser.

Der Einsatzschwerpunkt liegt im Rheintal, sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen. Besonders Altstätten und Widnau seien betroffen.

Unsere Todayreporterin hat den Kesselbach in Altstätten gefilmt:

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Erdrutsche und überflutetes Einkaufszentrum

Die Einsatzzentrale des Kantons St.Gallen hat bislang 600 Anrufe entgegengenommen. Die meisten Meldungen betreffen laut Hanspeter Krüsi überflutete Keller und Garagen oder überschwemmte Strassen mit Geröll. Rund ein Dutzend kleinere Hangrutsche sind im Raum Balgach, Au und Heerbrugg gemeldet worden. Ein Geologe wurde zur Beurteilung der Lagen aufgeboten. Gemäss seiner Einschätzung besteht in diesen Gebieten keine akute Gefährdung für Menschen oder Tiere.

«Ich stehe mittendrin. Es ist alles unter Wasser.» Unser Todayreporter hat festgehalten, wie es momentan in Widnau aussieht.

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Auch das Einkaufszentrum Rheinpark der Migros in St.Margrethen wurde nass. «Die Elektronikabteilung bleibt geschlossen», sagt Rheinpark-Centerleiter Andreas Aeppli. Das Team sauge Wasser ab, wo es könne. «Die trockenen Teile des Rheinparks haben geöffnet.»

Das Einkaufszentrum Rheinpark in St.Margrethen steht unter Wasser.
© Todayreporter

Der Parkplatz des Rheinparks:

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«Wir bitten um Geduld»

Weiter beobachten die Einsatzkräfte den Linth-Kanal. Alle Feuerwehren sind im Dauereinsatz beziehungsweise in Bereitschaft. «Die Notrufzentrale ist völlig überlastet», sagt Hanspeter Krüsi. Mehrere hundert Feuerwehrleute seien dabei, die Einsätze sequentiell abzuarbeiten, es gebe Verzögerungen. «Wir bitten die Bevölkerung, etwas Geduld zu haben.»

Der Bereich Dreibrücken in Diepoldsau ist überschwemmt, wie dieses Video eines Todayreporters zeigt:

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Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich im Kanton St.Gallen aufgrund des Hochwassers niemand verletzt. Über die Höhe der Sachschäden ist aktuell noch nichts bekannt.

Murgänge und Wassereinbrüche in Ausserrhoden

Auch Appenzell Ausserrhoden wurde in der vergangenen Nacht von heftigen Regengüssen heimgesucht. «Bislang sind rund 100 Meldungen bei der Notrufzentrale eingegangen», sagt Hanspeter Saxer, Mediensprecher der Ausserrhoder Kantonspolizei, am Samstagnachmittag (Stand: 14 Uhr). Die Anrufer berichten laut Saxer von Hangrutschen, Murgängen und Wassereinbrüchen in Kellern und Garagen. Betroffen sind die Ortschaften Rehetobel, Speicher, Trogen, Teufen, Wald und Gais. Auch in Ausserrhoden sind keine Personen zu Schaden gekommen.

Ruhige Nacht in der Bergsturzregion Bondo

In Oberegg in Innerrhoden ist ein Weiher über die Ufer getreten, weiter gab es keine Meldungen aufgrund des Regens, wie es auf Anfrage heisst. Im Thurgau riefen einzelne Personen an, weil ihre Keller überflutet wurden. Die Thur führt viel Wasser. Man behalte sie deshalb im Auge, berichtet Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. In Graubünden - mitunter in der Bergsturzregion Bondo - verliefen die Nacht und der Samstag ruhig.

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Laurien Gschwend
Quelle: lag/amü
veröffentlicht: 2. September 2017 07:31
aktualisiert: 2. September 2017 14:21