So machst du Einbrechern das Leben schwer

Praktikant FM1Today, 21. Juni 2019, 13:05 Uhr
Unschöne Besucher: Einbrecher machen keine Ferien. (Symbolbild)
Unschöne Besucher: Einbrecher machen keine Ferien. (Symbolbild)
© iStock
Bald ist wieder Ferienzeit im FM1-Land. Während du dich am Strand sonnst, bist du vielleicht mit den Gedanken auch zu Hause. Einbrecher schlafen auch in den Ferien nicht. Wir haben bei den Kantonspolizeien nachgefragt, wie du dich schützen kannst.

Sonne, Strand und einen erfrischenden Schwumm im Meer: So sehen die Sommerferien von vielen aus. Während wir weg von zu Hause die Seele baumeln lassen, ist das Eigenheim oft unbewohnt. Dies ist dann nicht gut, wenn Einbrecher ihr Unwesen treiben. Daher raten die Kantonspolizeien St.Gallen, Thurgau und Graubünden, das Haus oder die Wohnung vor der Abreise zu schützen.

Kein Trend erkennbar

Das Erfreuliche zuerst: Während der Sommerferien gibt es nicht mehr Einbrüche als sonst. Dies bestätigen alle drei Kantonspolizeien gegenüber FM1Today. Sie beobachten keinen Aufwärtstrend. Im Gegenteil: Im Kanton St.Gallen waren die Einbruchszahlen letztes Jahr während der Sommerferien sogar tiefer als sonst. Die Einbrecher im FM1-Land spüren also den Sommer nicht all zu sehr. «Tendenziell mehr Einbrüche gibt es im Herbst und Winter - zusammen mit der Dämmerung», sagt Bertrand Hug, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen.

Falschalarm kostet nichts

Beobachten Nachbarn etwas Verdächtiges im Haus, gilt: Immer 117 anrufen. Die grösste Angst dabei ist, dass sie die Kosten für den Einsatz tragen müssen, wenn doch niemand im Haus war. Daniel Meili, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, nimmt diese Angst: «Es kostet selbstverständlich nichts.» So ist es auch in den anderen Kantonen.

Der Polizeisprecher berichtet von einem aktuellen Fall: «Vor einigen Wochen hat uns ein Mann angerufen. Er hat Taschenlampenlicht im Haus nebenan beobachtet. Wir sind dann mit mehreren Patrouillen ausgerückt. Am Einsatzort hat sich herausgestellt: Es war kein Einbrecher, sondern der Bewohner, der nach dem Batterienwechsel die Taschenlampe testen wollte.» Der Nachbar musste den Einsatz nicht bezahlen. «Von aussen sah das natürlich wie ein Einbruch aus», sagt Meili.

Wenn es doch passiert

Kommt es trotzdem zu einem Einbruch, ist eines wichtig: «Ruhe bewahren», sagt Marcus Corai von der Fachstelle Prävention des Kantons Graubünden. Ausserdem sei es wichtig, dass nichts angefasst oder verändert werde. So würden die Spuren geschützt, bis die Spurensicherung vor Ort ist. «Es gab auch schon Leute, welche die Wohnung aufgeräumt und somit alle Spuren zerstört haben», sagt Daniel Meili von der Kantonspolizei Thurgau. Zudem empfehlen die Polizeien, sofort die Notfallnummer 117 zu wählen und danach möglichst schnell wieder aus der Wohnung oder dem Haus zu gehen. Möglicherweise ist der Täter noch dort.

Angst haben muss aber niemand: «Die Leute können beruhigt in die Ferien gehen, wenn sie die Hinweise beachten», sagt Hug abschliessend.

Diese Tipps geben die Polizeien

[playbuzz-item item="dcd7eaec-48d6-4d4f-9297-4e2d9887f15f" info="false" shares="false" wp-pb-id="546689"]

Praktikant FM1Today
Quelle: ham
veröffentlicht: 14. Juni 2019 17:06
aktualisiert: 21. Juni 2019 13:05