Fussball

2,8-Millionen-Kredit: St.Gallen will Frauen-EM austragen

20. Januar 2023, 17:04 Uhr
Der europäische Fussballverband entscheidet demnächst, wo die Europameisterschaft des Frauenfussballs ausgetragen werden soll. Die Stadt St.Gallen möchte nun einer der Austragungsorte werden und bittet das Parlament um einen Kredit von 2,8 Millionen Franken.
Spielen Viola Calligaris und Co. bald in St.Gallen? (Archiv)
© Keystone
Anzeige

Wo die Europameisterschaft des Frauenfussballs im Sommer 2025 stattfinden wird, ist bisher noch nicht bekannt. Es ist nun an den europäischen Nationen, sich für die Durchführung zu bewerben. So tat das nun auch der Schweizerische Fussballverband.

«Er sieht vor, dass die 31 Spiele der beteiligten 16 Nationalteams in acht Schweizer Städten ausgetragen werden», schreibt die Direktion Bildung und Freizeit der Stadt St.Gallen in einer Mitteilung. Der Stadtrat möchte nun, dass St.Gallen einer der Austragungsorte wird. Dafür bittet er das Parlament um einen Verpflichtungskredit von 2,8 Millionen Franken.

Stadt und Umgebung würden profitieren

Die Frauenfussball-EM auszutragen, würde der Vision des Stadtrates entsprechen, welche «die Stadt St.Gallen unter anderem als Stadt mit nationaler und internationaler Ausstrahlung für Kultur und Sport versteht».

Die EM sei ein attraktiver Grossanlass und könne die Stadt und die Umgebung als Tourismusdestination positionieren. Profitieren würden unter anderem die Hotellerie, die Gastronomie und der Detailhandel. Ebenfalls würde St.Gallen durch die Förderung des Frauenfussballs einen Akzent für die Gleichstellung der Geschlechter setzen, so die Stadt.

Der europäische Fussballverband entscheidet bis Anfang April über die Vergabe. Bisher liegen ihm vier Bewerbungen vor. Interessierte Städte sollen aber schon im Vorhinein Beschlüsse über die Finanzierung fassen.

Geld auch von Bund und Kanton

«In der Stadt St.Gallen ist dafür – wie in anderen interessierten Schweizer Städten – das Parlament zuständig», so die Direktion Bildung und Freizeit. Deswegen verabschiedete der Stadtrat nun eine entsprechende Stadtparlamentsvorlage und beantragt einen Verpflichtungskredit von 2,8 Millionen Franken. Dieser sei für Planung, Organisation und Durchführung der Spiele vorgesehen.

Es könne davon ausgegangen werden, dass sich insbesondere der Bund und der Kanton ebenfalls an den Kosten beteiligen würden. Ob die Schweiz und damit auch die Stadt St.Gallen jedoch als Austragungsort gewählt werden, ist offen.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 20. Januar 2023 18:12
aktualisiert: 20. Januar 2023 18:12